Stellenanzeige Zeitung Zwei fertige Muster für Ihre Printanzeige — kopieren, eigene Daten einsetzen, an den Verlag geben
Sie haben Platz im Stellenmarkt gebucht und brauchen jetzt den Text. Hier stehen zwei vollständige Anzeigentexte — eine Kurzanzeige und eine größere Box — als echter Text, nicht als Bild. Dazu: was bei wenig Platz zuerst gestrichen wird und welche Zeile nie fällt.
Wie kann ein Muster für eine Stellenanzeige in der Zeitung aussehen?
Stellenanzeige Zeitung: Muster zum Kopieren
Wie eine Stellenanzeige in der Zeitung aussieht, entscheidet der gebuchte Platz: Firma und Ort, der Stellentitel, die Rahmendaten, ein Kontaktweg — in dieser Reihenfolge wird gelesen, in umgekehrter Reihenfolge wird gekürzt. Dieses Muster für die Stellenanzeige in der Zeitung ist die Minimalform, die als Kleinanzeige noch vollständig ist. Setzen Sie Ihre Angaben ein und geben Sie den Text so an den Verlag.
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Alles in eckigen Klammern ersetzen Sie durch Ihre eigenen Angaben. Firmenname, Ort, Stellentitel und Rahmendaten stehen hier als Beispiel und wechseln mit Ihrer Stelle.
Der Zusatz (m/w/d) steht für männlich, weiblich, divers und ist im Stellenmarkt die verbreitete Schreibweise: rund 75 Prozent der Stellenanzeigen nutzten ihn (Stand 2021), rund 15 Prozent das Gender-Sternchen (de.wikipedia.org, Lemma Gendersternchen, nach Zahlen der Jobbörse Indeed, abgerufen 13.09.2026). Wie Sie den Titel darüber hinaus geschlechtsneutral formulieren, zeigt der eigene Beitrag dazu.
Die dritte Zeile trägt die Rahmendaten gebündelt: Beschäftigungsart, Wochenstunden, Befristung. Wie Sie eine Teilzeitstelle richtig formulieren, lesen Sie separat — der Zusatz gehört in genau diese Zeile und nicht in den Titel. Steht dort ein Minijob, kommen Verdienstgrenze und Stundenzahl hinzu; wie knapp sich das fassen lässt, zeigt die Vorlage Minijob-Anzeige: Muster und Pflichtangaben.
Die Kontaktzeile funktioniert ohne Klick. Im Anzeigenteil gibt es keinen Button, keinen Link und kein Formular: es gibt eine Telefonnummer, eine ausgeschriebene Mailadresse und eine kurze Web-Adresse, die man abtippen kann. Was sich nicht abtippen lässt, wird nicht genutzt — deshalb steht in dieser Zeile nichts Verschachteltes, keine Tracking-Adresse und keine Unterseite mit drei Schrägstrichen.
Das zweite Muster: die größere Anzeige mit Aufgaben, Profil und Angebot
Stellenanzeige Zeitung: Beispiel für mehr Platz
Sie haben die Minimalform — mit einer Zeile mehr Platz sieht dieselbe Anzeige so aus. Der Kopf bleibt identisch, dazu kommen drei Stichpunktblöcke mit je zwei bis drei Punkten und derselbe Kontaktblock. Dieselbe Zeitungsanzeige funktioniert für jedes Stellenangebot — das Muster bleibt, nur die Felder wechseln. Wer ein Beispiel für eine Stellenanzeige in der Zeitung sucht, findet es hier in genau der Länge, die eine zweispaltige Box hergibt.
Vorlage: Stellenanzeige Zeitung (größeres Format)
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Auch hier gilt: eckige Klammern ersetzen, Firma, Ort und Stellentitel austauschen, den Rest kürzen oder verlängern, wie es Ihre Box hergibt. So haben Sie eine Vorlage für die Stellenanzeige in der Zeitung, die Sie für die nächste Stelle nur noch in den Feldern austauschen.
Zwei bis drei Aufgaben genügen, und sie sollten die Stelle unterscheidbar machen — nicht das Berufsbild beschreiben. Die vollständige Aufgabenliste bleibt im internen Dokument: was in die Stellenbeschreibung gehört, ist eine andere Gattung als die Anzeige im Anzeigenteil.
Im Block „Unser Angebot“ entscheidet sich, ob Sie beim Gehalt konkret werden. Am Platz sollte das nicht hängen, auch wenn die Angabe im Print sichtbar Zeilen kostet. Ob es eine Pflicht zur Gehaltsangabe gibt, ordnet ein eigener Beitrag ein.
Als Kontrolle, ob Ihnen ein Feld fehlt, hilft die medienneutrale Angabenliste einer Stellenausschreibung: Positionsbezeichnung, Kurzbeschreibung der Aufgaben, Abteilung und Standort, Arbeitszeit, Qualifikation, Vergütung, Eintrittstermin und gewünschte Unterlagen (de.wikipedia.org, Lemma Stellenausschreibung, abgerufen 12.09.2026). Das ist eine Kontrollliste, kein Pflichtenheft — welche Felder in jeder Ausschreibung tragen, ordnen die sechs Bausteine einer Stellenanzeige.
Wie viel Text in welches Anzeigenformat passt
Welche der beiden Varianten passt, entscheidet das gebuchte Format. Wer den Text für eine Stellenanzeige schreiben will, die in der Zeitung erscheint, denkt zuerst in Spalten.
Ein reales Beispiel: Bei einem Anzeigenblatt-Verlag ist eine Spalte 42,5 mm breit, die Standardbreiten liegen bei 90 mm (2-spaltig) und 185 mm (4-spaltig), und die kleinste buchbare Anzeige umfasst 50 Berechnungsmillimeter (wittich.de, Mediadaten, abgerufen 12.09.2026). Das ist das Raster dieses einen Verlags, kein allgemeines Zeitungsraster — Ihr Titel rechnet mit eigenen Breiten, die in seinen Mediadaten stehen. Genau diese Mindestgröße ist der Grund, warum das erste Muster so knapp ausfällt.
Kleinanzeigen werden nach Zeilen, Zeichen oder Spalten-Millimetern abgerechnet (de.wikipedia.org, Lemma Kleinanzeige, abgerufen 12.09.2026). Der Text bestimmt also den Platz und der Platz die Buchung — jedes Wort, das Sie stehen lassen, müssen Sie mitbuchen. Wie viele Zeichen in ein Format passen, hängt an Schrift, Laufweite und Layout des Verlags; belastbare Zahlen dazu geben die Verlage öffentlich nicht heraus, und eine erfundene Faustregel hilft Ihnen an der Anzeigenannahme nicht.
Praktisch arbeiten Sie deshalb nicht mit einem Budget, sondern mit einer Streichreihenfolge. Je kleiner die Box, desto schneller müssen Sie auf den Punkt kommen:
- Zuerst fallen die Stichpunkte zu Aufgaben, Profil und Angebot. Sie sind der einzige Teil, den man ohne Informationsverlust auf null kürzen kann, weil sie im Gespräch nachgeliefert werden.
- Dann fällt die Rahmendatenzeile. Beschäftigungsart und Stunden lassen sich am Telefon klären; ohne Stellentitel ruft niemand an.
- Zuletzt fällt die Kopfzeile mit Firma und Ort — schmerzhaft, aber tragbar, solange der Ort noch in der Kontaktzeile steht.
Nie fallen Stellentitel und Kontaktzeile. Eine Anzeige ohne Titel wird überblättert, eine Anzeige ohne Kontaktweg bleibt unbeantwortet; beides ist gebuchter Platz ohne Ergebnis.
Ab den mehrspaltigen Formaten haben Sie Fläche, die nicht nur Text tragen muss: mit einem Bild in der Anzeige auffallen lohnt sich erst dort. Und bevor Sie selbst layouten: Viele Verlage halten Musterlayouts nach Berufsbild bereit — bei dem genannten Anzeigenblatt-Verlag sind es mindestens sieben, unter anderem für Reinigungskraft, Monteur, Industriekaufleute, Minijob und Fachangestellte (wittich.de, Stellenanzeigen, abgerufen 12.09.2026). Fragen Sie danach, auch bei Ihrem Amts- oder Mitteilungsblatt.
Auf diese Punkte sollten Sie besonders achten, wenn Sie eine Stellenanzeige in der Zeitung veröffentlichen
Format kennen ist die Hälfte, die andere ist die Schreibweise. Ihre Anzeige trifft im Anzeigenteil auf Leser, die nicht auf Jobsuche sind, sondern blättern — anders als in einer Jobbörse, in der jemand aktiv sucht, filtert und vergleicht. Überzeugen Sie deshalb schnell und mit Fakten. Fünf Regeln machen aus einem Online-Text einen Print-Text.
Arbeiten Sie mit Stichpunkten
In einer Zeitungsanzeige müssen Sie nicht in vollständigen Sätzen schreiben. Ganze Sätze kosten Platz, und sie kosten den Leser Zeit, die er im Anzeigenteil nicht investiert. Stichpunkte übertragen dieselbe Information ohne Schnörkel und lassen sich außerdem leichter kürzen, wenn der Verlag Ihnen sagt, dass eine Zeile zu viel ist.
Verwenden Sie Abkürzungen — aber nicht nur
Gibt es im gesuchten Berufsfeld geläufige Abkürzungen, können Sie sie in der Zeitung ruhig verwenden. Auch Zeichen sind in Ordnung: ein „&" statt „und" spart über eine ganze Anzeige mehrere Zeichen. Achten Sie nur darauf, dass die Anzeige nicht ausschließlich aus Abkürzungen besteht — was der Leser entschlüsseln muss, überblättert er. Welche Kürzel in Ihrer Region gelesen werden, ist erfahrungsgemäß von Berufsfeld zu Berufsfeld unterschiedlich; das ist eine Redaktionseinschätzung aus unserer Praxis, keine Verlagsregel.
Kommen Sie auf den Punkt
Für viel Drumherum haben Sie keinen Platz und der Leser keine Zeit. Können Sie zu einem Punkt keine konkrete Angabe machen, nehmen Sie ihn heraus: „attraktive Vergütung" belegt dieselbe Zeile wie eine echte Aussage und sagt nichts. Warum Sie typische Floskeln vermeiden sollten, gilt online wie im Print — im Print kostet jede Floskel zusätzlich gebuchten Platz.
Verwenden Sie klare Bezeichnungen
In der Zeitung sieht der Leser eine Zeile und entscheidet in dieser Zeile, ob die Anzeige ihn betrifft. Nehmen Sie die Bezeichnung, mit der die Stelle in Ihrer Region genannt wird, keine Kunstbezeichnung und keinen englischen Titel, den im Ort niemand sucht. Wie Sie einen klaren Stellentitel wählen, steht im eigenen Beitrag. Für die Ausschreibung selbst gilt medienneutral § 11 AGG: „Ein Arbeitsplatz darf nicht unter Verstoß gegen § 7 Abs. 1 ausgeschrieben werden." (gesetze-im-internet.de, § 11 AGG) — ein eigenes Regime für Printanzeigen gibt es bislang nicht, die Norm gilt für die Anzeige in der Zeitung wie für die Anzeige im Portal.
Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung und erfolgt ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität; was in Ihrem Einzelfall gilt, klärt ein Fachanwalt für Arbeitsrecht.
Kontakt ohne Klick: Telefon, E-Mail, Website
Das Wichtigste zum Schluss: Kontaktdaten und Informationsmöglichkeiten gehören in jede Zeitungsanzeige. Kaum ein Leser sucht sich Ihr Unternehmen und die offene Stelle selbst zusammen. Telefon zuerst, dann die Mailadresse, dann die Website — in dieser Reihenfolge, weil der Anruf der einzige Weg ist, der aus dem Papier heraus sofort funktioniert. Nennen Sie einen Namen dazu, wenn Platz ist: Menschen rufen lieber jemanden an als eine Zentrale.
Anonym ausschreiben: die klassische Chiffre-Anzeige in der Zeitung
Manchmal darf nicht einmal der Firmenname in die Anzeige — weil die Stelle noch besetzt ist, weil im Haus nichts bekannt werden soll oder weil der Wettbewerb nicht mitlesen darf. Für diesen Fall gibt es im Print die Chiffre: der Verlag schaltet die Anzeige, ohne Sie zu nennen, und sammelt die Zuschriften für Sie ein (de.wikipedia.org, Lemma Chiffre, abgerufen 12.09.2026).
Im Muster ersetzt die Chiffre-Zeile den Kontaktblock und sieht so aus:
Antworten an Chiffre [Code] an die [Zeitung]
Der Preis für die Anonymität ist eine ehrliche Nebenwirkung: Bewerber sind bei Chiffre-Anzeigen vorsichtig, weil hinter einem anonymen Absender auch unseriöse Absender stecken können. Rechnen Sie mit weniger Zuschriften als bei einer offenen Anzeige und mit einem Zeitverlust, weil die Post über die Redaktion läuft. Wann sich die anonyme Ausschreibung lohnt, wie sie online funktioniert und wie Sie die Anzeige ohne Firmennamen formulieren, zeigt der Beitrag zur Chiffre-Stellenanzeige.
Die Anzeige aufgeben: Ablauf, Anzeigenschluss und was der Verlag von Ihnen braucht
Text steht, Chiffre entschieden — jetzt muss die Anzeige zum Verlag.
Stellenanzeige aufgeben: Muster-Ablauf in sechs Schritten
Im Anzeigenportal eines realen Verlags führt der Weg über sechs Schritte: Ort, Rubrik, Termin, Text, Layout, Kasse (anzeigen.wittich.de, Anzeigenannahme, abgerufen 12.09.2026). Sie wählen also erst, wo die Anzeige erscheinen soll — mehrere Erscheinungsorte und Titel sind in einem Auftrag möglich —, dann die Rubrik für Stellenanzeigen, dann den Erscheinungstermin, dann setzen Sie Ihren Text ein, wählen ein Layout und bezahlen per PayPal, Kreditkarte oder SEPA. Wer nicht selbst im Portal inserieren will, gibt die Stellenanzeige telefonisch oder per Mail beim regionalen Medienhaus auf (wittich.de, Stellenanzeigen, abgerufen 12.09.2026); ein Inserat lässt sich so auch am Telefon durchgeben.
Vier Dinge sollten Sie dabei aktiv abfragen, weil sie jeder Verlag anders regelt:
- Anzeigenschluss. Jeder Verlag hat seinen eigenen; bei dem genannten Anzeigenblatt-Verlag ist er für allgemeine Geschäftsanzeigen werktäglich 9:00 Uhr (wittich.de, Mediadaten, abgerufen 12.09.2026). Fragen Sie Ihren Verlag konkret — eine allgemeine Regel gibt es nicht.
- Erscheinungstag des Stellenmarkts. Viele Zeitungen bündeln ihre Stellenanzeigen auf bestimmte Tage — das ist eine Beobachtung aus unserer Praxis und keine allgemeine Regel. Welcher Tag es ist, entscheidet, wann Ihr Text spätestens fertig sein muss.
- Dateiformat. Der genannte Verlag nimmt PDF/X4, JPG und PSD an (gleiche Quelle). Dateiformate und Druckvorgaben legt jeder Verlag selbst fest, also fragen Sie, bevor Sie etwas anliefern.
- Chiffre-Option. Ob anonym geschaltet werden kann und wie die Zuschriften zu Ihnen kommen, klären Sie vor dem Auftrag, nicht danach.
Was eine Printanzeige am Ende ausmacht, hängt stark am Titel, am Format und an der Auflage und wird von den Verlagen meist nur auf Anfrage genannt — was eine Stellenanzeige in der Zeitung kostet, haben wir deshalb in einem eigenen Beitrag zusammengetragen.
Zusätzliche Sichtbarkeit: die Online-Portale der Zeitung
Derselbe Auftrag lässt sich meist noch verlängern. Nahezu alle Zeitungen haben inzwischen einen Onlineauftritt, und bei vielen ist es zusätzlich zur klassischen Anzeige in der Zeitung möglich, die Stelle auch online auszuschreiben — oft gibt es dafür Kombiangebote. Das bringt Ihnen zusätzliche Sichtbarkeit und vor allem Leser, die die hiesige Tageszeitung nicht mehr in Papierform beziehen. Gebucht wird das in der Regel im selben Gespräch wie die Printanzeige — ein Auftrag, zwei Ausgabekanäle, und der Text muss nur einmal freigegeben werden. Deckt das Portal des Verlags Ihre Region und Ihr Berufsfeld ohnehin ab, reicht dieses eine Kombiangebot oft aus; mehr Kanäle bringen dann keine zusätzlichen Bewerbungen, sondern nur zusätzliche Abstimmung.
Technisch lässt sich die Printanzeige beim Verlag unverändert online spiegeln (wittich.de, abgerufen 12.09.2026). Genau das sollten Sie aber nicht tun: Online-Stellenanzeigen müssen Sie nach anderen Kriterien formulieren. Was im Print ein Vorteil war — kurz, abgekürzt, auf eine Zeile gebracht —, wird online zum Nachteil, weil niemand nach Abkürzungen sucht. Was Sie dafür Feld für Feld zurücknehmen müssen, steht im nächsten Abschnitt.
Vom Zeitungstext zur Online-Anzeige: was Sie zurücknehmen müssen
Online gelten andere Regeln, und die Kürzungen müssen zurück. Übersetzen Sie den Print-Text Feld für Feld, statt ihn zu kopieren — das ist ein Praxisvorgehen aus unserer Redaktion, keine Verlagsvorgabe:
- Stellentitel: im Print so kurz wie möglich, online in der Form, in der gesucht wird — ausgeschrieben und mit Ort.
- Rahmendaten: aus der einen gebündelten Zeile werden im Portal eigene Felder für Arbeitszeit, Beginn und Vertragsart.
- Aufgaben und Profil: Stichpunkte wieder ausformulieren, denn online liest man länger und vergleicht.
- Abkürzungen: zurücknehmen. Aus „&" wird wieder „und", aus jedem Kürzel das ganze Wort.
- Kontaktweg: aus „ohne Klick" wird „mit Klick" — die Bewerbung läuft online über den Weg, den das Portal vorgibt.
Dazu kommt der Unterschied in der Wirkzeit: Die Printanzeige wirkt am Erscheinungstag, die Online-Anzeige über eine vereinbarte Laufzeit. Und digitale Wege geben inzwischen in mehr als der Hälfte der Fälle den Ausschlag: Bei 52 Prozent der erfolgreichen Besetzungen war 2025 ein digitaler Weg der entscheidende, 2024 waren es 47 Prozent; meistgenutzt sind die eigene Homepage mit 70 Prozent und Internet-Jobbörsen mit 57 Prozent (iab-forum.de, IAB-Stellenerhebung 1/2026, abgerufen 12.09.2026).
Wenn Ihr Text ohnehin in beiden Welten laufen soll, lohnt der Umweg über ein Werkzeug: dieselbe Stellenanzeige auf 400+ Jobbörsen schalten heißt, den Text einmal zu pflegen und alle passenden Kanäle daraus zu bedienen. Wer ausschließlich regional und in einer Branche ohne aktive Online-Jobsuche sucht — die Zustellfahrerin im Verbreitungsgebiet der Lokalzeitung, der Helfer im Nachbarort —, gewinnt durch zusätzliche Online-Reichweite oft wenig hinzu: Wer im Verbreitungsgebiet sucht und dort nicht online gesucht wird, erreicht seine Leute über das Blatt — das ist eine Einschätzung aus unserer Praxis, keine belegte Quote. Dann kann die Zeitungsanzeige allein die richtige Wahl sein.
Für wen sich die Zeitungsanzeige noch lohnt
Bleibt die Frage, ob Ihre Zielgruppe überhaupt in der Zeitung sucht. Bis in die 1990er Jahre war die Tageszeitung das Hauptmedium für Stellenanzeigen (de.wikipedia.org, Lemma Stellenausschreibung, abgerufen 12.09.2026); heute ist sie einer von mehreren Wegen — aber einer mit Reichweite.
Gedruckte Tageszeitungen erreichen täglich 43,5 Prozent der über 14-Jährigen, also über 30 Millionen Menschen; die regionalen und lokalen Abo-Titel kommen auf 24,31 Millionen Leser je Ausgabe, Print und Digital zusammen auf 57,4 Prozent (bdzv.de, ma 2026 / NpT, abgerufen 13.09.2026). Gleichzeitig sinken die Auflagen strukturell: Die Rheinische Post verkauft 175.836 Exemplare je Ausgabe von Montag bis Samstag und liegt damit 55,5 Prozent unter ihrem Wert von 1998 (de.wikipedia.org, Lemma Rheinische Post, zitiert nach IVW, abgerufen 12.09.2026). In der Auswertung der jüngsten IAB-Stellenerhebung taucht die Zeitungs- oder Printanzeige als eigener Rekrutierungsweg nicht auf (iab-forum.de, IAB-Stellenerhebung 1/2026) — das ist keine Quote, sondern eine Einordnung, wie viel Gewicht der Kanal insgesamt noch trägt.
Wo er trägt, ist dafür klar umrissen: Das Gros der Stellenanzeigen steht in der lokalen Presse, Führungskräfte-Anzeigen erscheinen in wenigen überregionalen Tageszeitungen und Verbandszeitschriften (de.wikipedia.org, abgerufen 12.09.2026). Für einzelne Berufsbilder finden Sie fertige Vorlagen als nächsten Schritt, etwa das Muster für eine Reinigungskraft. Rechnen Sie außerdem damit, dass Sie die Wirkung kaum messen können: Klickzahlen je Anzeige gibt es im Print nicht. Fragen Sie deshalb am Telefon, woher der Bewerber die Stelle kennt.
Unser Insider-Tipp zum Schluss: die Candidate Persona
Führen Sie vor der Buchung eine kurze Recherche zu Ihrer Zielgruppe durch und beschreiben Sie den Kandidaten, den Sie suchen — das ist die Candidate Persona. Vier Fragen genügen:
- Woher kommt die Person, und liegt ihr Wohnort im Verbreitungsgebiet des Blattes?
- Wie alt ist sie?
- Welche Interessen hat sie, und wo begegnet ihr Ihr Unternehmen im Alltag?
- Welche Kanäle nutzt sie für die Jobsuche?
Kommt dabei jemand heraus, der geregelt in der Tageszeitung nach Jobs schaut, sind Sie mit Ihrer Anzeige an der richtigen Adresse. Stellen Sie fest, dass das Internet die bessere Quelle ist, gehen Sie über das Online-Portal der Tageszeitung oder über Jobbörsen. Und wenn das Ergebnis gemischt ausfällt — was bei Handwerk, Pflege und Produktion die Regel ist —, dann schalten Sie beides und schreiben zwei Fassungen: die kurze für den Anzeigenteil, die ausführliche für online.
Vor dem Abschicken: die Checkliste für Ihre Zeitungsanzeige
Vor dem Abschicken ein letzter Durchgang. Acht Punkte, die Sie in zwei Minuten prüfen:
- Der Stellentitel steht in einer Zeile, mit (m/w/d), in der Bezeichnung, die in Ihrer Region gebräuchlich ist.
- Der Ort steht in der Anzeige — mindestens einmal, besser im Kopf und in der Kontaktzeile.
- Die Rahmendaten stehen gebündelt in einer Zeile: Beschäftigungsart, Stunden, Befristung.
- Der Kontaktweg funktioniert ohne Klick: Telefonnummer, ausgeschriebene Mailadresse, kurze Web-Adresse.
- Kein Punkt ohne konkrete Angabe, keine Floskel, kein Anglizismus, den im Ort niemand benutzt.
- Abkürzungen nur dort, wo sie im Berufsfeld gelesen werden — und nie die ganze Anzeige aus Kürzeln.
- Das Format ist gebucht, und der Text hält die Streichreihenfolge ein: Titel und Kontakt stehen auf jeden Fall.
- Anzeigenschluss, Erscheinungstag und Dateiformat sind beim Verlag abgefragt, die Freigabe im Haus ist eingeholt.
Was über die Printfassung hinaus in jede Ausschreibung gehört, führt die Checkliste für die Stellenanzeige auf.
Ihr Text steht, das Format steht, der Anzeigenschluss ist notiert. Aus einem Text wird jetzt ein Vorgang: die kurze Fassung an den Verlag, die ausführliche dorthin, wo aktiv gesucht wird — ohne dass Sie sie zweimal schreiben. Wenn Sie rein örtlich suchen und Ihre Zielgruppe ohnehin nur das Blatt liest, bringt der zweite Weg wenig: dann bleibt es bei der Zeitungsanzeige.
Alle Kanäle auf einmal schaltenHäufige Fragen zur Stellenanzeige in der Zeitung
Welche Informationen müssen in eine Stellenanzeige in der Zeitung unbedingt rein?
Unverzichtbar sind der Jobtitel mit (m/w/d), der Arbeitsort und eine direkte Kontaktmöglichkeit; solange der Platz reicht, kommt die Beschäftigungsart dazu. Telefonnummer und ausgeschriebene Mailadresse sind im Print wichtiger als jede weitere Beschreibung, weil sich im Anzeigenteil niemand durchklicken kann. Alles Weitere richtet sich nach dem gebuchten Platz.
Wie lang sollte eine Zeitungs-Stellenanzeige sein?
So lang, wie die gebuchte Anzeigengröße hergibt. Bei wenig Platz beschränken Sie sich auf Stellentitel, Rahmendaten und Kontakt; bei mehr Platz kommen kurze Stichpunkte zu Aufgaben, Anforderungen und Angebot hinzu. Ein festes Zeichenbudget je Format gibt es nicht — fragen Sie im Zweifel den Verlag, wie viele Zeilen Ihre Buchung trägt.
Sollte man in Zeitungsanzeigen lieber in ganzen Sätzen schreiben oder mit Stichpunkten arbeiten?
Mit Stichpunkten. Sie sparen Platz und werden im Anzeigenteil schneller erfasst als Fließtext, der beim Blättern selten gelesen wird. Ganze Sätze brauchen Sie nur für die Kopfzeile und den Abschlusssatz.
Welche Formulierungen funktionieren in der Zeitung besonders gut?
Klare Bezeichnungen, kurze konkrete Aussagen und keine Floskeln. Der Leser muss in einer Zeile erkennen, ob die Anzeige ihn betrifft — deshalb steht der Stellentitel in der Sprache, die in Ihrer Region üblich ist. Punkte, zu denen Sie keine konkrete Angabe machen können, lassen Sie besser weg.
Lohnt sich eine Kombination aus Printanzeige und Online-Portal der Zeitung?
Oft ja, weil Sie damit Leser erreichen, die die Zeitung nicht gedruckt lesen; viele Verlage bieten das als Kombiangebot an. Den Online-Text sollten Sie dafür aber nicht einfach spiegeln, sondern ausführlicher und suchbar formulieren. Abkürzungen, die im Print Platz sparen, kosten online Sichtbarkeit.
Wie gebe ich eine Stellenanzeige in der Zeitung auf?
Über das Anzeigenportal des Verlags oder telefonisch beziehungsweise per Mail beim regionalen Medienhaus. Im Portal eines realen Verlags folgt der Auftrag sechs Schritten: Ort, Rubrik, Termin, Text, Layout und Kasse (anzeigen.wittich.de, abgerufen 12.09.2026). Klären Sie dabei den Anzeigenschluss und das gewünschte Dateiformat.
Wann erscheinen die meisten Stellenanzeigen in der Zeitung?
Viele Zeitungen bündeln ihren Stellenmarkt auf bestimmte Wochentage — das ist eine Beobachtung aus unserer Praxis und keine allgemeine Regel, denn jeder Titel plant seine Rubriken selbst. Der Erscheinungstag bestimmt zugleich, wann Ihr Text fertig sein muss. Fragen Sie den Erscheinungstag Ihres Stellenmarkts beim Verlag ab.
Wie funktioniert eine Chiffre-Anzeige in der Zeitung?
Der Verlag vergibt einen anonymen Code, und Ihre Anzeige endet statt mit Ihren Kontaktdaten mit der Zeile „Antworten an Chiffre [Code]". Die Zuschriften gehen an die Zeitung und werden von dort an Sie weitergeleitet, sodass Ihr Name nicht in der Anzeige steht. Rechnen Sie mit weniger Zuschriften, weil Bewerber anonymen Absendern gegenüber vorsichtig sind. Gründe, Online-Variante und ein Formulierungsbeispiel stehen im Beitrag zur anonymen Stellenanzeige.
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