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Jobtitel in der Stellenanzeige Den perfekten Stellentitel formulieren: Formel, Beispiele, Fehler

Mit einer einfachen Formel und zehn Vorher-nachher-Beispielen formulieren Sie Titel, die Bewerbende finden und anklicken.

  • Formel zum Kopieren
  • 10 Beispiel-Paare
  • Prüfroutine vor dem Schalten

Jobtitel in der Stellenanzeige: die Formel und 10 Beispiele

Ein guter Jobtitel in der Stellenanzeige folgt einer einfachen Formel: Berufsbezeichnung plus Spezialisierung oder Bereich plus höchstens ein Zusatz wie Seniorität, Einsatzbereich, Arbeitszeit oder Ort, dazu (m/w/d). Er nutzt den Begriff, nach dem Bewerbende suchen, bleibt als Richtwert bei 50 bis 70 Zeichen und stellt das wichtigste Wort nach vorn.

Die Formel für den Stellentitel

[Berufsbezeichnung] der gängige Beruf + (m/w/d) alle Geschlechter + [Spezialisierung/Bereich] Fachgebiet, Abteilung, Technik + [ein Zusatz] Seniorität, Einsatzbereich, Arbeitszeit oder Ort

  • Berufsbezeichnung: der gängige Begriff, nach dem Bewerbende suchen – keine interne Positionsbezeichnung.
  • Spezialisierung: grenzt die Stelle ein, etwa nach Fachgebiet, Abteilung oder Technik.
  • Zusatz: nur einer, und nur, wenn er für die Suche zählt – Senior oder Junior, ein Einsatzbereich wie Instandhaltung, Teilzeit oder Minijob, der Ort nur, wenn er entscheidet.

Formulierungsbeispiel: Elektroniker (m/w/d) Betriebstechnik – Instandhaltung

Mit diesen drei Bausteinen und dem (m/w/d) lässt sich fast jede Stelle benennen; was nicht hineinpasst, gehört in den Anzeigentext.

10 Beispiel-Paare zum Kopieren: vorher und nachher

Links steht, was in Anzeigen häufig zu lesen ist, rechts derselbe Job nach der Formel – zum Anpassen und Kopieren.

Branche vorher nachher (nach Formel)
HandwerkStrom-Ninja gesucht!Elektroniker (m/w/d) Betriebstechnik – Instandhaltung
PflegeHerzensmensch für unser TeamPflegefachkraft (m/w/d) Intensivstation – Teilzeit
BüroAssistenz OPS-B2Kaufmännischer Mitarbeiter (m/w/d) Auftragsabwicklung
ITCoding-RockstarJava-Entwickler (m/w/d) Backend – Senior
VertriebSales Hero Level 2Vertriebsmitarbeiter (m/w/d) Außendienst – Region Nord
LogistikFahrerBerufskraftfahrer (m/w/d) Klasse CE – Nahverkehr
BuchhaltungZahlen-JongleurFinanzbuchhalter (m/w/d) Kreditoren
ReinigungWir suchen Sie als Reinigungsprofi!Reinigungskraft (m/w/d) Büroreinigung – Minijob
HandelVerkäufer/Kassierer/LageristVerkäufer (m/w/d) Lebensmitteleinzelhandel – Teilzeit
GastronomieKüchen-Allrounder gesucht!!!Koch (m/w/d) À-la-carte-Küche – Vollzeit

Die Formel funktioniert, weil sie der Art folgt, wie Bewerbende suchen – und genau dort entscheidet sich, ob Ihre Anzeige überhaupt gesehen wird.

Warum es so wichtig ist, einen passenden Jobtitel zu wählen

Der Jobtitel in der Stellenanzeige ist oft das Einzige, was Bewerbende in der Trefferliste lesen, bevor sie weiterscrollen. Er ist deshalb der erste Baustein, wenn Sie eine Stellenanzeige schreiben – alles Weitere lesen nur die, die der Titel überzeugt hat.

Eindeutig: Bewerbende suchen Begriffe, keine Slogans

Fragen Sie sich vor dem Schalten, nach welchen Begriffen passende Fachkräfte suchen würden. Der Titel sollte so eindeutig wie möglich wiedergeben, wen Sie suchen. Hilfreich ist ein knapper Zusatz zum Tätigkeitsfeld oder zur wichtigsten Qualifikation – etwa „Betriebstechnik“ beim Elektroniker.

Wiedererkennen entscheidet über den Klick

Ihre Wunschkandidatinnen und Wunschkandidaten müssen sich im Titel wiederfinden. Fühlen sie sich nicht angesprochen, bewerben sich auch fachlich und persönlich passende Menschen nicht. Ein treffender Titel sorgt deshalb nicht nur für Auffindbarkeit, sondern auch für mehr qualifizierte Bewerbungen.

Allgemein statt intern: Jobbezeichnungen, die gesucht werden

Wählen Sie gängige Bezeichnungen, denn Bewerbende suchen nach allgemein bekannten Begriffen. Interne Positionsbezeichnungen mit Level, Band oder Kürzel werden leicht falsch gedeutet und kaum gesucht. Ihren Platz haben sie eher dort, wo alle das Organigramm kennen – etwa wenn Sie die Stelle zuerst als interne Stellenausschreibung im Haus veröffentlichen.

Was Menschen suchen, ist die eine Hälfte. Die andere ist, wie Jobbörsen und Google den Titel technisch auslesen.

So lesen Jobbörsen und Google for Jobs den Stellentitel

Für Suchsysteme ist der Titel kein Werbetext, sondern ein Datenfeld – und genau so sollten Sie ihn befüllen.

Was Google für das Feld title vorgibt

Damit Google eine Stelle in der Jobsuche als Stellenangebot darstellen kann, wird sie mit strukturierten Daten vom Typ JobPosting ausgezeichnet. Der Titel steht darin im Feld title. Laut der Dokumentation von Google zu strukturierten Daten für Stellenangebote gehört in dieses Feld nur die Bezeichnung der Stelle, und Google rät zu kurzen, gut lesbaren Titeln. Nicht in das Feld gehören danach:

  • Jobcodes
  • Adressen und Datumsangaben
  • Gehälter
  • Firmennamen
  • übermäßig viele Sonderzeichen wie „!“ und „*“

Ziffern sowie Zeichen wie „/“ und „-“ sind dagegen möglich. Als ungeeignet nennt die Dokumentation zum Beispiel „Apply now for IT job -FRENCH speaker in Bucharest“, als passend „Market Specialist, French speaker“.

Wie Jobbörsen Titel durchsuchen

Auch in Jobbörsen ist der Titel in der Regel das stärkste Suchfeld: Was dort steht, entscheidet mit, bei welchen Suchbegriffen die Anzeige erscheint. Die Suchvorschläge vieler Jobbörsen zeigen, welche Begriffe Bewerbende tatsächlich eingeben. Ort, Arbeitszeit und Anstellungsart sind meist eigene Filter – in den Titel gehören sie nur, wenn danach gesucht wird, etwa Teilzeit oder Minijob. Wie viele Zeichen angezeigt werden, unterscheidet sich je nach Portal und Gerät; der Richtwert aus dem nächsten Abschnitt hält den Titel in den meisten Ansichten lesbar.

Aus dieser Suchlogik folgen zwei handfeste Regeln: wie lang der Titel sein darf und welches Wort nach vorn gehört.

Wie lang darf ein Stellentitel sein?

Wer einen Stellentitel formulieren will, der gefunden wird, braucht vor allem zwei Dinge: Kürze und die richtige Reihenfolge.

In der Kürze liegt die Auffindbarkeit

Als Richtwert aus der Recruiting-Praxis haben sich 50 bis 70 Zeichen bewährt, inklusive (m/w/d). Wie viel davon sichtbar bleibt, hängt von Portal und Gerät ab; Trefferlisten und mobile Ansichten kürzen lange Titel häufig. Was hinter der Kante verschwindet, liest niemand.

Das wichtigste Wort nach vorn

Setzen Sie den Suchbegriff – meist die Berufsbezeichnung – in die ersten 40 bis 50 Zeichen, am besten gleich an den Anfang. So bleibt er auch dann sichtbar, wenn der Rest gekürzt wird.

  • vorher: Instandhaltung im Dreischichtbetrieb, Betriebstechnik: Elektroniker (m/w/d)
  • nachher: Elektroniker (m/w/d) Betriebstechnik – Instandhaltung

Wonach wird sonst gesucht?

Neben dem Beruf zählt genau ein Zusatz, nach dem Bewerbende tatsächlich suchen oder filtern: die Seniorität, der Einsatzbereich, die Arbeitszeit oder der Ort, wenn er für die Stelle entscheidend ist. Viele Jobbörsen führen den Ort ohnehin als eigenes Feld. Wie Sie Teilzeit sauber benennen, zeigt unser Beitrag zur Teilzeit-Formulierung in der Stellenanzeige.

Bleibt die Frage, welches Wort überhaupt die richtige Berufsbezeichnung ist – dafür gibt es einen amtlichen Maßstab.

Berufsbezeichnung in der Stellenanzeige oder Stellentitel?

Beides hängt eng zusammen, meint aber nicht dasselbe: Die Berufsbezeichnung benennt den Beruf, der Stellentitel Ihre konkrete Stelle.

Was die Klassifikation der Berufe ordnet

Einen amtlichen Maßstab für Berufsbezeichnungen liefert die Klassifikation der Berufe 2010 der Bundesagentur für Arbeit, entwickelt gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Sie ordnet jeden Beruf über einen fünfstelligen Code in fünf Ebenen ein – in der überarbeiteten Fassung 2020 von 10 Berufsbereichen über 37 Berufshauptgruppen, 144 Berufsgruppen und 702 Berufsuntergruppen bis zu 1.300 Berufsgattungen. Dazu gehören rund 4.000 geläufige Berufsbenennungen und weitere rund 20.000 Berufs- und Tätigkeitsbezeichnungen. Aufgenommen sind auch Bezeichnungen, „die in deutschen Stellenbörsen verwendet werden“. Die amtliche Liste spiegelt damit die Sprache, in der gesucht wird.

Berufsbezeichnung: der gemeinsame Nenner

Die Berufsbezeichnung in der Stellenanzeige ist der Begriff, den Bewerbende, Jobbörsen und Suchmaschinen gleichermaßen verstehen – etwa Elektroniker, Pflegefachkraft oder Finanzbuchhalter. Sie macht Anzeigen vergleichbar; bei Ausbildungsberufen liegt sie mit dem Namen des Berufs meist schon fest. Wer unsicher ist, welche Bezeichnung gängig ist, findet im Verzeichnis der Bundesagentur für Arbeit eine gute Orientierung.

Stellentitel: die konkrete Stelle

Der Stellentitel baut auf der Berufsbezeichnung auf und ergänzt, was Ihre Stelle von anderen unterscheidet: Spezialisierung und einen Zusatz. Aus „Elektroniker“ wird so „Elektroniker (m/w/d) Betriebstechnik – Instandhaltung“. Aufgaben, Anforderungen und Benefits gehören nicht in den Titel. Was hinter dem Titel steht, gehört in die Stellenbeschreibung – ein Muster für die Stellenbeschreibung zeigt den Aufbau.

Mit Formel, Länge und Berufsbezeichnung steht das Gerüst. Sechs Fehler reißen es in der Praxis besonders oft wieder ein.

Stellentitel formulieren: die häufigsten Fehler

Die Regel dahinter ist einfach: Alles, was nicht die Stelle benennt, gehört nicht in den Titel.

Keine Querdenker, Macher oder Ninjas

Kreative Jobtitel wie „Vertriebs-Ninja“ oder „Excel-Zauberer“ fallen auf, gesucht werden sie aber von niemandem. Kreativität gehört in den Anzeigentext, nicht in die Titelzeile.

Vertriebs-Ninja gesucht → Vertriebsmitarbeiter (m/w/d) Innendienst

Keine Abkürzungen

Abkürzungen gehen auf Kosten der Auffindbarkeit, denn Bewerbende geben ausgeschriebene Begriffe ein. Einen kaufmännischen Mitarbeiter nennen Sie deshalb auch so. Dasselbe gilt für interne Codes und Referenznummern; laut Google gehören Jobcodes nicht ins Titelfeld.

kfm. MA → Kaufmännischer Mitarbeiter (m/w/d)

Niemand sucht Adjektive

Anforderungen wie „umsetzungsstark“ oder „teamfähig“ verlängern den Titel nur. Solche Eigenschaften gehören in den Anzeigentext, am besten in das Profil der Stelle.

Teamfähiger, umsetzungsstarker Projektleiter → Projektleiter (m/w/d) Hochbau

Der Titel ist für den Titel da

Einleitende Sätze wie „Ihre Chance …“, „Verstärken Sie unser Team …“ oder „Wir suchen Sie als …“ schieben den Suchbegriff nach hinten. Setzen Sie solche Sätze über den Titel oder in den Anzeigentext. Welche Wendungen generell austauschbar wirken, zeigt unser Beitrag zu typischen Phrasen in Stellenanzeigen.

Verstärken Sie unser Team als Mediengestalter → Mediengestalter (m/w/d) Digital und Print

Eine Stelle, ein Titel

Sammeltitel mit Schrägstrichen bündeln mehrere Stellen und passen am Ende zu keiner Suche. Wer zwei Profile sucht, schaltet besser zwei Anzeigen mit je einem klaren Titel.

Koch/Küchenhilfe/Spüler (m/w/d) → zwei Anzeigen: Koch (m/w/d) Kantine und Küchenhilfe (m/w/d) Spülküche

Keine Ausrufezeichen und Großbuchstaben-Serien

Ausrufezeichen-Ketten, Versalien und Sternchen wirken in der Trefferliste wie Werbung, nicht wie eine Stelle. Auch Google rät von übermäßigen Sonderzeichen wie „!“ und „*“ ab.

LAGERHELFER GESUCHT!!! → Lagerhelfer (m/w/d) Kommissionierung – Frühschicht

Wie ein sauberer Titel in Ihrer Branche aussieht, zeigen die folgenden Beispiele.

Stellentitel-Beispiele nach Branche

Die Formel bleibt gleich, nur Branche und Zusatz ändern sich. Diese Jobtitel-Liste zeigt je Branche einen Titel zum Übernehmen und verweist auf die passende Musteranzeige.

Reinigung

Formulierungsbeispiel: Reinigungskraft (m/w/d) Unterhaltsreinigung – Teilzeit

Die Reinigungsart ist die Spezialisierung, die Arbeitszeit der Zusatz. Den vollständigen Anzeigentext zeigt unsere Stellenanzeige für eine Reinigungskraft mit Muster.

Buchhaltung

Formulierungsbeispiel: Finanzbuchhalter (m/w/d) Debitoren

In der Buchhaltung grenzt der Aufgabenbereich die Stelle ein, etwa Debitoren, Kreditoren oder Lohn. Aufbau und Inhalte zeigt unsere Stellenbeschreibung für Buchhalter als Muster.

Logistik

Formulierungsbeispiel: Berufskraftfahrer (m/w/d) Klasse CE – Fernverkehr

Bei Fahrerinnen und Fahrern gehören Führerscheinklasse und Einsatzart in den Titel. Vorlagen für Fern- und Nahverkehr bietet unsere Stellenanzeige für LKW-Fahrer als Muster.

Büro

Formulierungsbeispiel: Bürokraft (m/w/d) Empfang – Teilzeit

Im Büro macht erst der Einsatzbereich aus einer allgemeinen Bezeichnung eine konkrete Stelle. Formulierungen für den Anzeigentext liefert unsere Stellenbeschreibung für eine Bürokraft als Muster.

Minijob

Formulierungsbeispiel: Verkaufshilfe (m/w/d) auf Minijob-Basis

Beim Minijob ist die Beschäftigungsart selbst der Zusatz, nach dem gesucht wird – sie gehört deshalb in den Titel. Ein komplettes Beispiel finden Sie in unserer Stellenanzeige für einen Minijob mit Muster.

Aushilfe

Formulierungsbeispiel: Aushilfe (m/w/d) Service – Wochenende

Bei Aushilfen hilft die Angabe von Bereich und Einsatzzeit, damit Bewerbende die Stelle sofort einordnen. Den Anzeigentext liefert unsere Vorlage für „Aushilfe gesucht“.

Ob Ihr eigener Titel trägt, prüfen Sie am besten, bevor die Anzeige online geht – in fünf Schritten.

Stellentitel prüfen, bevor die Anzeige online geht

Die Prüfroutine in fünf Schritten

  1. Suchbegriff recherchieren: Die Suchvorschläge der Jobbörsen und Google Trends zeigen, welche von zwei möglichen Bezeichnungen häufiger gesucht wird.
  2. Zeichen zählen: Als Richtwert gelten 50 bis 70 Zeichen, das Suchwort steht in den ersten 40 bis 50 Zeichen.
  3. Selbsttest: Geben Sie den Suchbegriff selbst in einer Jobbörse ein und legen Sie Ihren Titel neben die ersten Treffer. Versteht man auf einen Blick, um welche Stelle es geht?
  4. Einheitlich halten: Verwenden Sie denselben Titel in der Anzeige, auf der Karriereseite und in den strukturierten Daten.
  5. Nach dem Start vergleichen: Testen Sie zwei Varianten gegeneinander und vergleichen Sie nach etwa einer Woche Aufrufe und Bewerbungen.

Erst wenn der Jobtitel in der Stellenanzeige diese fünf Punkte besteht, lohnt sich die Reichweite.

Jobtitel in der Stellenanzeige nach Formel: Trefferkarte mit Elektroniker (m/w/d) Betriebstechnik – Instandhaltung und den Bausteinen Berufsbezeichnung, Spezialisierung und Zusatz
Drei Bausteine plus (m/w/d), eine Zeile: So liest sich ein Stellentitel in der Trefferliste auf einen Blick.

Ein Titel, alle Jobbörsen

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Drei Fragen tauchen beim Titel fast immer auf: der Zusatz (m/w/d), das Gehalt und englische Bezeichnungen.

Sonderfälle: m/w/d, Gehalt und englische Jobtitel

Geschlechtsneutral: der Zusatz (m/w/d)

Nach § 11 AGG darf ein Arbeitsplatz nicht unter Verstoß gegen § 7 Abs. 1 ausgeschrieben werden; § 7 Abs. 1 AGG bezieht sich auf Benachteiligungen wegen der in § 1 AGG genannten Gründe, zu denen das Geschlecht gehört. In der Praxis ergänzen viele Arbeitgeber den Titel direkt nach der Berufsbezeichnung um (m/w/d) oder wählen eine geschlechtsneutrale Bezeichnung. Formulierungsbeispiele und Varianten zeigt unser Beitrag zur Stellenausschreibung m/w/d.

Gehalt: eigene Zeile statt Titel

Nach dem Titel ist das Gehalt die zweite Zeile, auf die Bewerbende schauen – in den Titel selbst gehört es trotzdem nicht: Google nennt Gehälter ausdrücklich unter den Angaben, die nicht in das Feld title gehören. Ob und in welcher Form die Angabe vorgeschrieben ist, beschreibt unser Beitrag zur Pflicht zur Gehaltsangabe in der Stellenanzeige.

Englische Jobtitel

Ein englischer Titel lohnt sich, wenn Zielgruppe und Branche auf Englisch suchen, etwa in der IT oder in international aufgestellten Teams. Sonst bleibt der deutsche Suchbegriff die bessere Wahl. Worauf es bei der ganzen Anzeige ankommt, zeigt unser Beitrag zur Stellenausschreibung auf Englisch.

Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung und erfolgt ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität; was in Ihrem Einzelfall gilt, klärt ein Fachanwalt für Arbeitsrecht.

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Häufige Fragen zum Stellentitel

Die zwölf Fragen, die Arbeitgeber zum Stellentitel am häufigsten stellen.

Was ist ein Stellentitel und warum ist er so wichtig?

Der Stellentitel ist die Überschrift Ihrer Anzeige und in Trefferlisten oft das Einzige, was Bewerbende sehen. Er entscheidet, ob die Anzeige bei der Suche nach einem Beruf überhaupt erscheint und ob sich passende Menschen darin wiedererkennen. Ein klarer Titel erhöht deshalb die Chance auf passende Bewerbungen.

Wie lang sollte ein Stellentitel sein?

Als Richtwert aus der Recruiting-Praxis haben sich 50 bis 70 Zeichen inklusive (m/w/d) bewährt. Wichtiger als die genaue Zahl ist die Reihenfolge: Der Suchbegriff gehört in die ersten 40 bis 50 Zeichen, am besten an den Anfang. Wie viel davon sichtbar bleibt, hängt von Portal und Gerät ab.

Sollten Abkürzungen im Stellentitel stehen?

Besser nicht. Bewerbende suchen nach ausgeschriebenen Begriffen, eine Abkürzung wie „kfm. MA“ findet deshalb kaum jemand. Schreiben Sie stattdessen „Kaufmännischer Mitarbeiter (m/w/d)“. Dasselbe gilt für interne Codes, Levels und Referenznummern: Sie sagen Außenstehenden nichts und gehören, wenn überhaupt, in den Anzeigentext.

Sind kreative Jobtitel wie „Ninja“ oder „Rockstar“ sinnvoll?

Für die Titelzeile eher nicht. Begriffe wie „Ninja“, „Rockstar“ oder „Macher“ gibt kaum jemand in eine Jobsuche ein, und sie lassen offen, um welche Tätigkeit es geht. Nutzen Sie im Titel die gängige Berufsbezeichnung und zeigen Sie Persönlichkeit und Unternehmenskultur im Anzeigentext.

Wie gehört der Zusatz (m/w/d) in den Stellentitel?

Üblich ist, den Zusatz direkt hinter die Berufsbezeichnung zu setzen, etwa „Elektroniker (m/w/d) Betriebstechnik“. Manche Arbeitgeber wählen stattdessen eine geschlechtsneutrale Bezeichnung. Nach § 11 AGG darf ein Arbeitsplatz nicht unter Verstoß gegen § 7 Abs. 1 ausgeschrieben werden. Welche Formulierung in Ihrem Einzelfall passt, klärt ein Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Wie formuliere ich einen Stellentitel?

Nach einer einfachen Formel: Berufsbezeichnung, dazu (m/w/d), eine Spezialisierung und höchstens ein Zusatz wie Seniorität, Einsatzbereich, Arbeitszeit oder Ort. So wird aus „Mechaniker gesucht“ etwa „Industriemechaniker (m/w/d) Instandhaltung – Schichtdienst“. Der Suchbegriff steht dabei ganz vorn; Adjektive, Slogans und interne Bezeichnungen bleiben draußen.

Welche Beispiele gibt es für gute Stellentitel?

Gute Stellentitel folgen derselben Formel, zum Beispiel „Pflegefachkraft (m/w/d) Intensivstation – Teilzeit“ in der Pflege, „Java-Entwickler (m/w/d) Backend – Senior“ in der IT oder „Elektroniker (m/w/d) Betriebstechnik – Instandhaltung“ im Handwerk. Jeder nennt zuerst den Beruf, dann das Fachgebiet und einen Zusatz, nach dem gesucht wird.

Was ist der Unterschied zwischen Berufsbezeichnung und Stellentitel?

Die Berufsbezeichnung benennt den allgemeinen Beruf, etwa Elektroniker oder Pflegefachkraft; als Maßstab dient die Klassifikation der Berufe 2010 der Bundesagentur für Arbeit. Der Stellentitel baut darauf auf und beschreibt Ihre konkrete Stelle: mit (m/w/d), einer Spezialisierung und einem Zusatz, zum Beispiel Betriebstechnik und Instandhaltung.

Was gibt man als Berufsbezeichnung in der Stellenanzeige an?

Die gängige Bezeichnung, nach der Bewerbende tatsächlich suchen – nicht den internen Titel aus dem Organigramm. Orientierung bietet das Verzeichnis der Bundesagentur für Arbeit, das neben geläufigen Berufsbenennungen auch Bezeichnungen aus deutschen Stellenbörsen aufnimmt. Bei Ausbildungsberufen liegt die Bezeichnung mit dem Namen des Berufs meist schon fest.

Wie erkennt Google for Jobs den Jobtitel einer Stellenanzeige?

Über strukturierte Daten vom Typ JobPosting auf der Seite mit der Anzeige; der Titel steht dort im Feld title. Laut der Dokumentation von Google gehört in dieses Feld nur die Bezeichnung der Stelle. Jobcodes, Adressen, Datumsangaben, Gehälter und Firmennamen haben dort keinen Platz.

Gehört das Gehalt in den Stellentitel?

Als Praxis-Empfehlung: nein. Google nennt Gehälter ausdrücklich unter den Angaben, die nicht in das Feld title gehören, und direkt unter dem Titel ist es gut sichtbar. Ob eine Gehaltsangabe vorgeschrieben ist, beschreibt unser Beitrag zur Gehaltsangabe; was in Ihrem Einzelfall gilt, klärt ein Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Wann passt ein englischer Stellentitel?

Das hängt von der Zielgruppe ab: Ein englischer Titel passt, wenn Bewerbende in Ihrer Branche auf Englisch suchen, etwa in der IT oder in international aufgestellten Teams. Sonst erreicht der deutsche Suchbegriff in der Regel mehr Passende. Worauf es bei der ganzen Anzeige ankommt, beschreibt unser Beitrag zur Stellenausschreibung auf Englisch.

Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung und erfolgt ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität; was in Ihrem Einzelfall gilt, klärt ein Fachanwalt für Arbeitsrecht.

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Ralph Adrian
Über den Autor
Ralph Adrian Geschäftsführer · Personalturm

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