Skip to main content

Chiffre-Stellenanzeige Anonym ausschreiben in 5 Schritten mit Beispiel und Rechtsrahmen

Wann eine Stelle unter Chiffre sinnvoll ist, wie der Ablauf funktioniert und was ohne Firmennamen in die Anzeige gehört.

  • Ablauf in 5 Schritten
  • Zeitung und online
  • Formulierungsbeispiel

Chiffre-Stellenanzeige: was sie ist und wie sie abläuft

Eine Chiffre-Stellenanzeige ist eine Stellenanzeige, in der statt des Firmennamens eine Kennung steht, die Chiffre-Nummer. Bewerbende schicken ihre Unterlagen an diese Kennung, der Verlag oder die Plattform leitet sie an den Arbeitgeber weiter. „Chiffre“ kommt aus dem Französischen und steht für Ziffer oder Zahlencode. So bleibt der Arbeitgeber zunächst im Hintergrund.

  1. Anlass klären. Legen Sie fest, warum die Stelle anonym erscheinen soll und bis zu welchem Schritt im Auswahlprozess Ihr Name im Hintergrund bleibt.
  2. Anzeige ohne Firmennamen formulieren. Branche, Region, Größenordnung, Aufgaben und Gehaltsrahmen ersetzen Name, Logo und Adresse – so erkennen Bewerbende die Stelle, nicht das Unternehmen.
  3. Kanal wählen und Chiffre anfragen. Zeitung, Online-Portal oder Personaldienstleister: Ob der jeweilige Anbieter eine anonyme Schaltung anbietet und zu welchen Konditionen, erfragen Sie direkt dort.
  4. Bewerbungen über die Kennung sammeln. Die Unterlagen gehen an die Chiffre-Nummer oder eine neutrale Kontaktadresse und werden an Sie weitergeleitet; planen Sie Sichtung und Rückmeldung wie bei jeder Anzeige.
  5. Zeitpunkt der Namensnennung planen. Legen Sie vorab fest, wann Bewerbende erfahren, wer hinter der Anzeige steht, etwa mit der Einladung zum Gespräch. Welche Informationspflichten dabei eine Rolle spielen, beschreibt der Abschnitt zu Bewerberdaten und Informationspflichten.

Wann sich dieser Weg lohnt und wie Sie jeden Schritt umsetzen, zeigen die folgenden Abschnitte.

Wann eine anonyme Stellenanzeige sinnvoll ist

Ob sich dieser Aufwand lohnt, hängt vom Anlass ab. In fünf Situationen schreiben Arbeitgeber häufig anonym aus, weil der Name in der Anzeige mehr Fragen auslösen kann als nötig. Manche sprechen auch von einer verdeckten Stellenausschreibung.

Nachbesetzung vorbereiten

Manchmal soll eine Stelle nachbesetzt werden, bevor die Person, die sie innehat, oder ihr Umfeld davon erfährt. Eine offene Anzeige mit Firmennamen wäre ein deutliches Signal und kann Motivation und Zusammenarbeit in der verbleibenden Zeit belasten. Ohne Namen in der Anzeige lässt sich die Suche vorbereiten, während Sie die Gespräche mit den Beteiligten selbst planen.

Unruhe im Team vermeiden

Verlässt eine Führungskraft oder eine geschätzte Kollegin das Unternehmen, wirft eine sichtbare Anzeige im Team schnell Fragen auf: Warum geht sie, wer kommt nach, was ändert sich? Eine anonyme Ausschreibung verschafft Zeit, Veränderungen selbst und im passenden Moment zu kommunizieren, statt dass das Team sie aus einer Jobbörse erfährt.

Pläne vor dem Wettbewerb schützen

Erscheinen mehrere Anzeigen eines Unternehmens auf einmal, lassen sie Rückschlüsse zu: auf Expansion, weitere Standorte, ein zusätzliches Produkt oder eine Umstrukturierung. Das kann den Wettbewerb aufmerksam machen und im eigenen Haus Spekulationen über Versetzungen oder Stellenabbau auslösen. Ohne Firmennamen bleiben solche Pläne diskret, bis Sie sie selbst bekannt geben.

Rückfragen bündeln

Mit einer Anzeige kommen neben Bewerbungen oft auch Anrufe und Rückfragen, die die Arbeit in der Personalabteilung immer wieder unterbrechen. Ohne Namen in der Anzeige entfallen Direktanrufe beim Unternehmen weitgehend; Rückfragen laufen gebündelt über den Verlag, die Plattform oder einen Dienstleister. So bleibt mehr Ruhe für Sichtung und Auswahl.

Wenn der Name eine Hürde ist

Manche Branchen oder Unternehmen haben bei Bewerbenden einen schweren Stand, etwa wegen ihres Rufs. Eine anonyme Anzeige rückt zunächst die Stelle in den Vordergrund. Wer der Arbeitgeber ist, erfahren Bewerbende früher oder später trotzdem – im persönlichen Gespräch kann das Unternehmen Vorbehalte aber direkt ansprechen und so helfen, Vorurteile abzubauen.

Die Nachteile einer anonymen Stellenanzeige – und wie Sie sie abfedern

So gut die Gründe sind: Wer den Namen weglässt, nimmt Bewerbenden eine wichtige Orientierung.

Weniger Vertrauen, weniger Einblick

Viele Bewerbende informieren sich vor einer Bewerbung über den Arbeitgeber: über Website, Bewertungen, Produkte und die Menschen dort. Bei einer Anzeige unter Chiffre fehlt diese Möglichkeit, Kultur und Arbeitsumfeld bleiben verborgen. Schwer einzuschätzen ist auch, ob Werte, Arbeitsweise und Entwicklungsmöglichkeiten zu den eigenen Vorstellungen passen. Das kann Misstrauen wecken. Manche verzichten dann womöglich ganz auf eine Bewerbung, gerade Fachkräfte, die sich gezielt bei bestimmten Arbeitgebern bewerben. Die Anzeige kann dadurch weniger Resonanz finden als eine offene Ausschreibung.

Substanz statt Name: so federn Sie die Nachteile ab

Je mehr die Anzeige über Stelle und Umfeld verrät, desto weniger fällt der fehlende Name ins Gewicht. Diese Angaben können helfen:

  • Beschreiben Sie Aufgaben und Verantwortung konkret statt allgemein.
  • Wählen Sie einen klaren Jobtitel in der Stellenanzeige, der die Stelle auch ohne Firmennamen trägt.
  • Nennen Sie einen Gehaltsrahmen; was es mit der Pflicht zur Gehaltsangabe in der Stellenanzeige auf sich hat, erklärt ein eigener Beitrag.
  • Geben Sie Branche, Größenordnung und Region an, damit Bewerbende das Umfeld einordnen können.
  • Beschreiben Sie Arbeitsumfeld, Arbeitszeitmodell und Benefits.
  • Nutzen Sie neutrale Bilder in Stellenanzeigen: Arbeitsplatz und Tätigkeit ohne Logo, Firmenschild oder Gebäude.
  • Nennen Sie eine Ansprechrolle und eine Reaktionszeit, damit der Kontakt verbindlich wirkt.

Chiffre in Zeitung und online: so läuft die Schaltung

Steht fest, dass die Stelle anonym erscheinen soll, stellt sich die Frage nach dem Kanal. Wie eine Chiffre-Stellenanzeige erscheint, hängt davon ab: Die Zeitung arbeitet mit Chiffre-Nummern, online übernehmen Plattformen oder Dienstleister die Rolle des Mittlers.

Eine Chiffre-Anzeige in der Zeitung aufgeben

Wer eine Chiffre-Anzeige aufgeben möchte, reicht die Anzeige ohne Firmennamen beim Verlag ein und bittet um eine Chiffre-Schaltung. Der Verlag vergibt eine Chiffre-Nummer, die in der Anzeige anstelle des Namens steht. Bewerbende schicken ihre Unterlagen unter Angabe dieser Nummer an den Verlag, der sie an Sie weiterleitet. Aufbau und Beispiele für den Druck zeigt das Muster für die Stellenanzeige in der Zeitung.

Online anonym ausschreiben

Online erscheint statt des Firmennamens eine Kennung oder eine neutrale Absenderangabe. Bewerbungen gehen an diese Kennung oder an eine neutrale Kontaktadresse; die Plattform oder ein zwischengeschalteter Dienstleister leitet sie weiter. Ob und in welcher Form ein Portal anonyme Anzeigen anbietet, klärt eine kurze Anfrage beim jeweiligen Portal.

KanalWie der Name verborgen bleibtWohin Bewerbungen gehenMöglichkeit und Konditionen
Tageszeitung oder FachzeitschriftChiffre-Nummer statt Firmennamean den Verlag, der sie weiterleitetAnfrage beim Verlag
Online-Jobbörse oder PortalKennung oder neutrale Absenderangabean die Kennung bzw. neutrale Kontaktadresse, Weiterleitung durch die PlattformAnfrage beim Portal
Personaldienstleister oder Personalberaterder Dienstleister tritt als Absender aufan den Dienstleister, der sie an Sie weitergibtAnfrage beim Dienstleister

Was eine anonyme Schaltung kostet, legt jeder Verlag und jedes Portal selbst fest – die Konditionen erfragen Sie direkt beim jeweiligen Anbieter.

Stellenanzeige ohne Firmennamen formulieren

Egal ob Zeitung oder online: Die Anzeige selbst kommt ohne Firmennamen aus. Arbeitgeberneutral heißt dabei nicht vage. Branche, Größenordnung, Region, konkrete Aufgaben, Anforderungen, Gehaltsrahmen und Benefits beschreiben die Stelle so genau, dass sie überzeugt. Statt eines Namens steht eine Ansprechrolle in der Anzeige, etwa die Leitung Personal. Entscheidend ist, dass kein Detail das Unternehmen verrät.

Was hinein gehört und was den Namen verrät

Die beiden Listen helfen bei der Entscheidung, welche Angabe in die Anzeige passt und welche besser draußen bleibt.

Hinein gehört

  • Branche und Größenordnung
  • Region statt Adresse
  • konkrete Aufgaben
  • Anforderungen
  • Gehaltsrahmen
  • Benefits
  • Ansprechrolle, z. B. „Leitung Personal“

Besser weglassen

  • Firmenname und Logo
  • genaue Adresse oder Standortbeschreibung
  • Produkt- und Markennamen
  • Hausfarben, Slogans und bekannte Alleinstellungsmerkmale
  • Bilder mit Gebäude oder Firmenschild
  • Namen von Mitarbeitenden

Formulierungsbeispiel: Stellenanzeige unter Chiffre

Die Platzhalter in eckigen Klammern ersetzen Sie durch Ihre Angaben.

Chiffre [Nummer]

[Jobtitel] (m/w/d) in [Vollzeit/Teilzeit]

[Branche]-Unternehmen mit rund [Anzahl] Mitarbeitenden in der Region [Region] sucht zum [Eintrittsdatum] Verstärkung.

Ihre Aufgaben: [Aufgabe 1] · [Aufgabe 2] · [Aufgabe 3]

Ihr Profil: [Ausbildung oder Studium] · [Berufserfahrung] · [Kenntnisse]

Wir bieten: Gehaltsrahmen [von]–[bis] € brutto im Jahr · [Arbeitszeitmodell] · [Benefit 1] · [Benefit 2]

Ihr Kontakt: [Funktion, z. B. Leitung Personal]

So bewerben Sie sich: Senden Sie Ihre Unterlagen unter Angabe der Chiffre [Nummer] an [Verlag oder Kontaktadresse]. Wir melden uns innerhalb von [Zeitraum]; wer hinter der Anzeige steht, erfahren Sie im ersten Gespräch.

Wie eine vollständige Anzeige aufgebaut ist, zeigt die Anleitung: Stellenanzeige schreiben Schritt für Schritt.

Anonym in der Anzeige heißt nicht anonym gegenüber jedem – welche Informationspflichten das Recht beschreibt, zeigen die nächsten beiden Abschnitte.

Impressum: Anbieterkennzeichnung nach § 5 DDG

§ 5 DDG regelt allgemeine Informationspflichten. Nach § 5 Abs. 1 DDG haben Diensteanbieter für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste bestimmte Informationen, die leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sein müssen, ständig verfügbar zu halten – unter anderem Name und Anschrift, bei juristischen Personen auch Rechtsform und Vertretungsberechtigte, Angaben zur schnellen elektronischen Kontaktaufnahme einschließlich E-Mail-Adresse, gegebenenfalls Handelsregister und Registernummer sowie, falls vorhanden, die Umsatzsteueridentifikationsnummer. Wer bei einer Chiffre-Schaltung Diensteanbieter ist, hängt von der Ausgestaltung ab.

Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung und erfolgt ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität; was in Ihrem Einzelfall gilt, klärt ein Fachanwalt für IT-Recht.

Bewerberdaten: Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO

Werden personenbezogene Daten bei der betroffenen Person erhoben, teilt der Verantwortliche ihr nach Art. 13 Abs. 1 DSGVO zum Zeitpunkt der Erhebung unter anderem seinen Namen und seine Kontaktdaten mit, die Zwecke und die Rechtsgrundlage der Verarbeitung sowie gegebenenfalls die Empfänger. Bewerbungsunterlagen enthalten personenbezogene Daten. Wer im konkreten Ablauf Verantwortlicher ist, hängt von der Ausgestaltung ab. Aus Praxissicht ist es sinnvoll, den Zeitpunkt der Namensnennung vorab zu planen.

Ausschreibung nach § 11 AGG

§ 11 AGG bestimmt, dass ein Arbeitsplatz nicht unter Verstoß gegen § 7 Abs. 1 AGG ausgeschrieben werden darf. Wie ein geschlechtsneutraler Titel aussieht, zeigt der Beitrag zur Stellenausschreibung m/w/d.

Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung und erfolgt ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität; was in Ihrem Einzelfall gilt, klärt ein Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Alternativen zur Chiffre-Stellenanzeige

Nicht jede diskrete Besetzung braucht eine Chiffre. Drei Wege kommen ohne Kennnummer aus – und ein Begriff wird oft mit der Chiffre verwechselt.

Erst intern ausschreiben

Zählt vor allem die Diskretion nach außen, lohnt sich ein Blick ins eigene Haus: Die Stelle wird zuerst Mitarbeitenden angeboten, bevor sie öffentlich erscheint. Wie eine interne Stellenausschreibung abläuft, zeigt ein eigener Beitrag. Dieser Weg passt allerdings nicht, wenn gerade das Team von der Nachbesetzung nichts erfahren soll.

Personalberater oder Personaldienstleister als Absender

Ein Personalberater oder Personaldienstleister kann die Anzeige unter eigenem Namen veröffentlichen. Er sammelt die Bewerbungen, trifft auf Wunsch eine Vorauswahl und gibt passende Unterlagen an Sie weiter; Ihr Name fällt erst zu dem Zeitpunkt, den Sie vereinbaren. Für besonders sensible Positionen kommt auch die Direktansprache geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten in Betracht.

Arbeitgeberneutrale Anzeige ohne Chiffre

Eine Anzeige lässt sich auch ohne Chiffre-Nummer neutral halten: Sie formulieren sie wie oben beschrieben ohne Firmennamen und nennen eine eigene, neutrale Kontaktadresse, etwa ein Funktionspostfach ohne Firmenbezug. Bewerbungen landen dann direkt bei Ihnen, ohne Umweg über einen Verlag.

Chiffre oder Sperrvermerk?

Die beiden Begriffe werden leicht verwechselt. Die Chiffre anonymisiert den Absender der Anzeige. Ein Sperrvermerk kommt dagegen von der bewerbenden Person: Sie bittet darum, ihre Unterlagen nicht an bestimmte Unternehmen weiterzuleiten, etwa an den eigenen Arbeitgeber.

Chiffre-Stellenanzeige: Anzeige mit verdecktem Firmennamen und Chiffre-Nummer ZA 4711, Aufgaben, Region und Gehaltsrahmen sichtbar
Name verdeckt, Substanz sichtbar: So kann eine Anzeige unter Kennnummer aussehen – schematische Darstellung.

Eine Anzeige, viele Kanäle

Ob mit Chiffre, über einen Mittler oder offen: Die Anzeige braucht Reichweite. Mit Multiposting schalten Sie Ihre Stellenanzeige auf 400+ Jobbörsen – mit 0 € Software, ohne Mindestlaufzeit und mit GoLive in unter 3 Minuten. Ob und wie sich eine anonyme Schaltung für Ihre Stelle umsetzen lässt, können Sie im Beratungsgespräch klären.

Multiposting: eine Anzeige, 400+ Jobbörsen

Häufige Fragen zur Chiffre-Stellenanzeige

Antworten auf häufige Fragen zur Stellenanzeige unter Chiffre.

Was ist eine Chiffre-Stellenanzeige?

Es ist eine Stellenanzeige, in der statt des Firmennamens eine Kennung steht, die Chiffre-Nummer. Bewerbende senden ihre Unterlagen an diese Kennung, der Verlag oder die Plattform leitet sie an den Arbeitgeber weiter. So bleibt das Unternehmen zunächst im Hintergrund.

Wie funktioniert eine Chiffre-Anzeige?

Der Arbeitgeber gibt die Anzeige ohne Firmennamen auf, der Verlag oder die Plattform vergibt eine Chiffre-Nummer. Bewerbende schicken ihre Unterlagen unter Angabe dieser Nummer an den Verlag oder an die angegebene Kontaktadresse. Von dort gehen sie an den Arbeitgeber.

Was bedeutet „Chiffre“ in einer Anzeige?

„Chiffre“ kommt aus dem Französischen und steht für Ziffer oder Zahlencode. In einer Anzeige bezeichnet der Begriff die Kennung, die anstelle des Namens steht. Wer antwortet, nennt diese Kennung, damit die Zuschrift zugeordnet werden kann.

Wann ist eine anonyme Stellenanzeige sinnvoll?

Häufig bei einer diskreten Nachbesetzung, um Unruhe im Team zu vermeiden oder um Expansion und Umstrukturierung vor dem Wettbewerb verborgen zu halten. Auch gebündelte Rückfragen oder ein Name, der bei Bewerbenden eine Hürde ist, können für eine anonyme Ausschreibung sprechen.

Welche Nachteile hat eine Anzeige unter Chiffre?

Ohne Namen fehlt Bewerbenden Orientierung über Kultur und Arbeitsumfeld. Das kann Misstrauen wecken, und manche verzichten dann womöglich ganz auf eine Bewerbung. Konkrete Angaben zu Aufgaben, Gehaltsrahmen, Branche, Region und Arbeitsumfeld können helfen, den fehlenden Namen auszugleichen.

Was kostet eine Chiffre-Anzeige?

Das legt jeder Verlag und jedes Portal selbst fest. Ob eine anonyme Schaltung möglich ist und zu welchen Konditionen, erfragen Sie direkt beim jeweiligen Anbieter.

Wie steuere ich die Kommunikation mit Bewerbenden bei einer anonymen Anzeige?

Hilfreich sind eine klar benannte Ansprechrolle, verlässliche Reaktionszeiten und eine strukturierte Vorauswahl, etwa über den Mittler. Viele Arbeitgeber legen vorab fest, zu welchem Zeitpunkt Bewerbende erfahren, wer hinter der Anzeige steht, etwa mit der Einladung zum Gespräch.

Welche Alternativen gibt es zur Chiffre?

Die Stelle kann zuerst intern ausgeschrieben werden, ein Personalberater oder Personaldienstleister kann als Absender auftreten, oder die Anzeige wird arbeitgeberneutral formuliert und nennt eine neutrale Kontaktadresse. Für sensible Positionen kommt auch die Direktansprache in Betracht.

Was ist der Unterschied zwischen Chiffre und Sperrvermerk?

Die Chiffre anonymisiert den Absender der Anzeige, also den Arbeitgeber. Ein Sperrvermerk kommt dagegen von der bewerbenden Person: Sie bittet darum, ihre Unterlagen nicht an bestimmte Unternehmen weiterzuleiten, etwa an den eigenen Arbeitgeber.

Wie bewerbe ich mich auf eine Chiffre-Anzeige?

Senden Sie Ihre Unterlagen unter Angabe der Chiffre-Nummer an den Verlag oder an die in der Anzeige genannte Adresse. Wer bestimmte Unternehmen ausschließen möchte, kann der Bewerbung einen Sperrvermerk hinzufügen.

Was regelt § 5 DDG zur Anbieterkennzeichnung?

§ 5 Abs. 1 DDG verpflichtet Diensteanbieter geschäftsmäßiger, in der Regel gegen Entgelt angebotener digitaler Dienste, bestimmte Informationen, die leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sein müssen, ständig verfügbar zu halten, unter anderem Name, Anschrift und Angaben zur schnellen elektronischen Kontaktaufnahme. Was im Einzelfall gilt, klärt ein Fachanwalt für IT-Recht.

Was sagt die DSGVO zur Nennung des Arbeitgebers bei einer Chiffre-Bewerbung?

Nach Art. 13 Abs. 1 DSGVO teilt der Verantwortliche der betroffenen Person zum Zeitpunkt der Erhebung ihrer Daten unter anderem seinen Namen und seine Kontaktdaten mit. Wer bei einer Chiffre-Bewerbung Verantwortlicher ist, hängt von der Ausgestaltung ab. Was im Einzelfall gilt, klärt ein Fachanwalt für Arbeitsrecht.

seit 2018 · 400+ Jobbörsen
Kostenfrei

Stellenanzeige kostenfrei erstellen lassen

Sagen Sie uns kurz, wen Sie suchen. Wir texten Ihre Stellenanzeige und schicken sie Ihnen per E-Mail – kostenfrei, im Gegenzug für Ihre Einwilligung in unsere E-Mails.

  • Individuell für Ihre Stelle getextet
  • Kostenfrei – kein Abo, keine Mindestlaufzeit
  • Die fertige Anzeige kommt per E-Mail zu Ihnen
  • Auf Wunsch schalten wir sie auf 400+ Jobbörsen
4,8/5 bei ProvenExpert · 2.400+ HR-Teams vertrauen uns
Offizieller Partner von StepStone, Indeed und XING StepStone Indeed XING

Ein paar Angaben genügen

Kostenfrei · die fertige Anzeige kommt per E-Mail

Wir verwenden Ihre Angaben, um Ihre Stellenanzeige zu erstellen und Ihnen per E-Mail zu schicken, und – auf Grundlage Ihrer Einwilligung – für E-Mails zu unseren Angeboten. Wie wir mit Ihren Daten umgehen, steht in der Datenschutzerklärung.

Ralph Adrian
Über den Autor
Ralph Adrian Geschäftsführer · Personalturm

Hilft Unternehmen seit 2018, Stellen günstiger über 400+ Jobbörsen zu schalten. Schreibt über Recruiting-Kosten, Jobbörsen und Multiposting.

LinkedIn-Profil

Weitere Artikel

Mehr HR-Wissen entdecken

Stöbern Sie durch unsere weiteren Fachartikel rund um Recruiting und HR-Management.

Alle Artikel ansehen