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Performance Recruiting Definition, Beispiele und Kennzahlen

Bedeutung, Abgrenzung, Kennzahlen und Ablauf in fünf Schritten.

  • Kennzahlen mit Formeln
  • 5 Schritte
  • 3 Beispielszenarien

Was ist Performance Recruiting?

Performance Recruiting ist eine Arbeitsweise in der Personalgewinnung, die Methoden aus dem Performance Marketing überträgt: Stellenangebote werden als Online-Anzeigen ausgespielt, und jede Stufe vom ersten Kontakt bis zur Einstellung wird mit Kennzahlen gemessen. Anhand dieser Werte werden Kanäle, Budget, Zielgruppe und Anzeigen laufend angepasst. Der Begriff beschreibt ein Vorgehen, keinen bestimmten Kanal.

Messen

Jede Stufe hat eine eigene Kennzahl, von der Impression bis zur Einstellung.

Steuern

Budget, Kanäle und Anzeigentexte werden anhand der gemessenen Werte angepasst.

Kanalübergreifend

Soziale Netzwerke, Suchmaschinen, Display-Werbung und Stellenbörsen lassen sich mit denselben Kennzahlen vergleichen.

Die Stufen einer Kampagne

  1. Budget
  2. Impressionen
  3. Klicks
  4. Bewerbungen
  5. Einstellungen

Schema ohne Werte

Welche Stufe im Mittelpunkt steht, hängt vom Ziel ab. Soll eine Kampagne zuerst Ihre Arbeitgebermarke bekannt machen, zählen Impressionen und Klicks; geht es um eine offene Stelle, zählen Bewerbungen und Einstellungen.

Performance Recruiting im Vergleich: Social Recruiting, Personalmarketing, Active Sourcing

Kurz gesagt: Performance Recruiting beschreibt, wie Maßnahmen gemessen und gesteuert werden; die anderen Begriffe beschreiben Kanäle, Ziele oder Methoden, die sich damit verbinden lassen.

Die Begriffe überschneiden sich. Die Tabelle trennt sie nach ihrem Kern und danach, wer den ersten Schritt macht.

BegriffKernWer macht den ersten SchrittBezahlte ReichweiteMessgröße (Beispiel)
Performance RecruitingArbeitsweise: Maßnahmen kanalübergreifend mit Kennzahlen messen und steuernder Arbeitgeber per Anzeige; bei Suchanzeigen die suchende Personja, das Anzeigenbudget ist Teil der SteuerungKosten pro Bewerbung, Cost per Hire
Social Media RecruitingPersonalsuche über soziale Netzwerke mit Anzeigen, eigenen Inhalten und Direktansprachebeide Seiten möglichmöglich, auch rein organischKlicks und Bewerbungen je Netzwerk
PersonalmarketingOberbegriff für die Attraktivität als Arbeitgeber, nach außen und nach innender ArbeitgebermöglichBekanntheit als Arbeitgeber, Bewerbungen
Recruiting MarketingMarketing-Methoden entlang der Candidate Journey, vom ersten Kontakt bis nach der Einstellungder ArbeitgebermöglichKennzahlen je Phase der Candidate Journey
Inbound RecruitingInteressierte über hilfreiche Inhalte und die Arbeitgebermarke anziehen, langfristig angelegtdie interessierte Personnicht nötigBesuche, Kontakte, Bewerbungen
Active SourcingRecruiter sprechen einzelne Personen direkt ander Arbeitgeber (Recruiting)nein, Kern ist die DirektanspracheAntworten auf Ansprachen, Gespräche

Performance Recruiting und Active Sourcing können beide Menschen erreichen, die gerade nicht selbst suchen. Active Sourcing spricht dafür einzelne Personen an, Performance Recruiting richtet Anzeigen an eine Zielgruppe und misst die Stufen dazwischen.

Kanäle und Zielgruppen: wen Performance Recruiting erreicht

Kurz gesagt: Welcher Kanal passt, hängt davon ab, ob Sie Menschen erreichen wollen, die selbst suchen, oder Menschen, die gerade nicht suchen; beide Wege lassen sich mit denselben Kennzahlen messen.

Aktive Kandidaten suchen selbst, etwa über Suchmaschinen oder Stellenbörsen, und treffen zuerst auf die Stellenanzeige, dann auf den Arbeitgeber. Passive Kandidaten sehen eine Anzeige im Feed, ohne gerade zu suchen, und lernen zuerst den Arbeitgeber kennen. Wo Interessierte abspringen, lässt sich je Weg getrennt messen.

KanalAnspracheWen Sie erreichenSteuerung
Social-Media-AnzeigenAnzeige im Feed von Netzwerken wie Instagram oder Facebookauch Menschen, die gerade nicht suchenOptionen der Plattform, etwa Region oder Interessen
Berufliche NetzwerkeAnzeige im Feed von LinkedIn oder XINGMenschen mit beruflichem Profil, suchend oder nichtOptionen der Plattform, etwa Beruf, Branche oder Region
SuchmaschinenanzeigenAnzeige zu Suchbegriffen wie Beruf und OrtMenschen, die aktiv suchenSuchbegriffe, Region, Gebot
Display und VideoBanner oder Video auf Websites, in Apps oder auf YouTubeauch Menschen, die gerade nicht suchenThemen, Platzierungen, Region
StellenbörsenAnzeige in den Suchergebnissen der JobsucheMenschen, die aktiv suchenProdukt, Laufzeit, Suchbegriffe in der Anzeige

Welche Zielgruppen-Optionen es gibt, legt jede Plattform selbst fest; für Stellenanzeigen gelten teils eigene Regeln (siehe Abschnitt Recht).

Unternehmen, die für Werbung im Internet bezahlen

38,5 % der Unternehmen in Deutschland zahlten laut Erhebung 2024 für Werbung im Internet (allgemein, nicht nur Stellenanzeigen).

Deutschland, 202438,5 %
EU27, 202432,59 %

Anteil an allen Unternehmen ab 10 Beschäftigten, ohne Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Bergbau und Finanzsektor.

Quelle: Eurostat, Social media use by type, internet advertising and size class of enterprise (isoc_cismt), Stand 2024, abgerufen am 27.09.2026

Unternehmen, die soziale Medien für die Einstellung von Mitarbeitern nutzen

44,32 % der Unternehmen in Deutschland nutzten laut Erhebung 2023 soziale Medien für die Einstellung von Mitarbeitern.

Deutschland, 202344,32 %

Anteil an allen Unternehmen ab 10 Beschäftigten, ohne Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Bergbau und Finanzsektor.

Quelle: Eurostat (isoc_cismp), Stand 2023, abgerufen am 27.09.2026

Die beiden Werte stammen aus verschiedenen Jahren und messen Verschiedenes; sie sind nicht miteinander verrechnet.

Wie Anzeigen und Inhalte auf einzelnen Plattformen aussehen können, zeigen unsere Beiträge zum Recruiting über Instagram und zum Facebook Recruiting.

Kennzahlen im Performance Recruiting: die Formeln

Kurz gesagt: Marketing-Kennzahlen zeigen, wie eine Anzeige läuft, Recruiting-Kennzahlen zeigen, was davon bis zur Einstellung ankommt.

Richtwerte hängen von Beruf, Region, Kanal und Anzeige ab; dieser Artikel nennt deshalb keine. Die Formeln sind Definitionen für Ihre eigenen Werte.

  1. Impressionen
  2. Klicks
  3. Bewerbungen
  4. Einstellungen

Kennzahlen aus dem Marketing

KennzahlFormelWas sie zeigt
Impressionenkeine Formel; laut Google-Ads-Hilfe zählt jede Auslieferung der Anzeige als eine Impressiondie Zahl der Auslieferungen, nicht der Lesevorgänge
Klickrate (CTR)Klicks ÷ Impressionen (laut Google-Ads-Hilfe)welcher Anteil der Einblendungen zu einem Klick führt
Kosten pro Klick (CPC)Kosten ÷ Klicks (Durchschnitt)was ein Klick kostet; laut Google-Ads-Hilfe ist der tatsächliche CPC „der Endbetrag, der Ihnen für einen Klick in Rechnung gestellt wird“
Conversion-RateConversions ÷ Anzeigeninteraktionen (laut Google-Ads-Hilfe)welcher Anteil der Interaktionen zu einer Conversion führt, im Recruiting etwa zu einer abgeschickten Bewerbung
Kosten pro ConversionGesamtkosten ÷ Conversions (laut Google-Ads-Hilfe)was eine Conversion durchschnittlich kostet

Quellen: Google-Ads-Hilfe, Klickrate (CTR) · Impressionen: Definition · Cost-per-Click (CPC): Definition · Tatsächlicher Cost-per-Click (CPC): Definition · Conversion-Rate – Definition · Conversion-Tracking-Daten auswerten, abgerufen am 27.09.2026

Kennzahlen aus dem Recruiting

KennzahlFormelWas sie zeigt
Candidate Conversion RateBewerbungen ÷ Aufrufe der Stellenanzeige × 100welcher Anteil der Besucher einer Stellenanzeige sich bewirbt, in Prozent
Kosten pro Bewerbung (Cost per Application)Kosten ÷ Bewerbungenwas eine Bewerbung kostet; nicht dasselbe wie Cost per Hire
Cost per HireGesamtkosten im Recruiting ÷ Anzahl der Einstellungenwas eine Einstellung kostet, mit internen und externen Kosten
Time to Hirekeine Rechenformel: Zeit zwischen einem festgelegten Startpunkt, z. B. Veröffentlichung der Anzeige, und der Zusage oder Besetzungwie lange eine Besetzung dauert; Start- und Endpunkt vorab festlegen, damit Werte vergleichbar bleiben
Channel Effectivenesskeine eigene Formel: Impressionen, Klicks und Bewerbungen je Kanal nebeneinanderwelcher Kanal zur Stelle passt
Quality of Hirehier ohne Formel: Bewertung der Einstellung nach einigen Monaten im Jobwie gut die Einstellung nach Monaten passt

Werten Sie Bewerbungen und Einstellungen je Kanal aus: Erst dann zeigt sich, ob niedrige Kosten pro Klick auch zu passenden Einstellungen führen.

Ablauf: Performance Recruiting in 5 Schritten

Kurz gesagt: Performance Recruiting läuft in fünf Schritten von der Analyse bis zum Monitoring; die Auswertung am Ende ist der Startpunkt der nächsten Runde.

  1. 1. Schritt: Analyse des Ist-Zustands

    Sie klären, wo Ihr Recruiting steht: zu wenige Bewerbungen, unpassende Bewerbungen oder Anzeigen, die die Zielgruppe nicht erreichen? Vorhandene Zahlen je Kanal sind die Ausgangsbasis.

    Ergebnis: beschriebenes Problem und Ausgangswerte je Kanal.

  2. 2. Schritt: Planung des Soll-Zustands

    Sie legen fest, was die Kampagne erreichen soll, etwa Bewerbungen für eine bestimmte Stelle oder Bekanntheit als Arbeitgeber in einer Region. Mehrere Ziele sind möglich, jedes braucht aber eine eigene Kennzahl.

    Ergebnis: Ziele mit Kennzahl und Zeitraum.

  3. 3. Schritt: Konzeption von Maßnahmen und Kennzahlen

    Sie wählen Kanäle, Zielgruppe, Anzeigentexte und den Bewerbungsweg und legen vorab fest, woran Sie den Erfolg messen. Ein kurzer Bewerbungsweg nach dem Klick gehört zur Konzeption.

    Ergebnis: Kanalplan, Anzeigen und ein Messplan mit Start- und Endpunkten.

  4. 4. Schritt: Durchführung der Kampagne

    Anzeigen und Zielseite mit dem Bewerbungsweg gehen online. Rückfragen und Kommentare unter den Anzeigen brauchen eine feste Zuständigkeit.

    Ergebnis: laufende Kampagne mit erfassten Daten.

  5. 5. Schritt: Monitoring und Auswertung

    Sie prüfen die Kennzahlen schon während der Laufzeit und passen Budget, Anzeigen oder Kanäle an. Am Ende bewerten Sie, ob die Ziele erreicht wurden.

    Ergebnis: Auswertung als Startpunkt der nächsten Runde.

Wo die Methode an Grenzen stößt

  • Kleine Zielgruppen: Bei wenigen Impressionen und Klicks können Quoten stark schwanken und sagen wenig aus.
  • Keine Messung bis zur Einstellung: Werden Einstellungen keinem Kanal zugeordnet, bleibt offen, ob Klicks zu Einstellungen führen.
  • Langsamer Prozess nach dem Klick: Wie lang der Bewerbungsweg ist und wie schnell Sie antworten, zeigen die Kennzahlen der Anzeige nicht; beides liegt nach dem Klick.

Performance Recruiting Beispiele: drei Szenarien

Kurz gesagt: Drei konstruierte Beispielszenarien zeigen, wie Kanäle und Kennzahlen je nach Stelle zusammenpassen können.

Die Szenarien sind frei erfunden: ohne echte Unternehmen, ohne Ergebniszahlen und ohne Aussage darüber, was eine Kampagne bewirkt.

Beispielszenario 1

Pflegefachkraft in einer Region

Im Blick: Stufe Bewerbung

Ausgangslage
Eine Pflegeeinrichtung sucht Pflegefachkräfte im Umkreis ihres Standorts; die Stellenanzeige steht bereits auf Stellenbörsen.
Kanäle
Stellenbörsen für Suchende, dazu Social-Media-Anzeigen in der Region, die sich an Pflegefachkräfte richten.
Kennzahl im Blick
Kosten pro Bewerbung und Candidate Conversion Rate, je Kanal getrennt.
Stellschraube
Anzeigentext mit Schichtmodell und Standort, Bewerbungsweg auf dem Smartphone in wenigen Schritten.

Beispielszenario 2

IT-Fachkraft in der Softwareentwicklung

Im Blick: Stufen Klick und Einstellung

Ausgangslage
Ein Softwareunternehmen sucht eine Fachkraft für Backend-Entwicklung mit Kenntnissen in einer bestimmten Programmiersprache.
Kanäle
Anzeigen in beruflichen Netzwerken, ausgerichtet auf Beruf und Kenntnisse, dazu Suchmaschinenanzeigen zu Suchbegriffen wie Beruf und Ort.
Kennzahl im Blick
Klickrate je Anzeigentext und Cost per Hire über alle genutzten Kanäle.
Stellschraube
zwei Anzeigentexte im Vergleich, Schwerpunkt Technik oder Arbeitsmodell; Kanäle ohne passende Bewerbungen werden geprüft.

Beispielszenario 3

Ausbildungsplatz im Handwerk

Im Blick: Stufen Bewerbung und Einstellung

Ausgangslage
Ein Handwerksbetrieb besetzt einen Ausbildungsplatz in seiner Region.
Kanäle
Video- und Social-Media-Anzeigen in der Region für Interessierte an einer Ausbildung, dazu die Ausbildungsstelle auf Stellenbörsen.
Kennzahl im Blick
Bewerbungen je Kanal und Time to Hire vom Start der Anzeigen bis zur Zusage.
Stellschraube
kurzes Video aus dem Betrieb, Bewerbung ohne Anschreiben möglich.
Performance Recruiting: Trichter von Anzeige über Klick und Bewerbung zur Einstellung, darüber Formeln (Klicks ÷ Impressionen, Bewerbungen ÷ Aufrufe, Kosten ÷ Einstellungen), Rück-Pfeil „optimieren“

Tracking, Einwilligung und AGG: was die Vorschriften sagen

Kurz gesagt: Für das Messen per Tracking enthalten TDDDG und DSGVO Regeln zur Einwilligung, für Zielgruppe und Anzeigentext das AGG; die Plattformen haben zusätzlich eigene Werberichtlinien.

Die Karten geben wieder, was Gesetze und Werberichtlinien sagen; ob sie in Ihrem Fall greifen, klärt dieser Abschnitt nicht.

Tracking und Einwilligung

Um Klicks und Bewerbungen einer Anzeige zuzuordnen, können Cookies oder Zählpixel zum Einsatz kommen; dazu enthalten TDDDG und DSGVO Regeln.

TDDDG § 25 Abs. 1

§ 25 Abs. 1 TDDDG knüpft das Speichern von Informationen auf dem Endgerät und den Zugriff darauf an eine Einwilligung, die auf klaren und umfassenden Informationen beruht. Information und Einwilligung richten sich nach der DSGVO; Ausnahmen nennt Abs. 2.

DSGVO Art. 6 Abs. 1

Art. 6 Abs. 1 DSGVO nennt Bedingungen, von denen mindestens eine erfüllt sein muss, damit eine Verarbeitung rechtmäßig ist. Dazu gehören die Einwilligung für bestimmte Zwecke (lit. a) und berechtigte Interessen, soweit die Interessen der betroffenen Person nicht überwiegen (lit. f).

DSGVO Art. 4 Nr. 11 und Art. 7 Abs. 3

Art. 4 Nr. 11 DSGVO beschreibt die Einwilligung als freiwillige, für den bestimmten Fall, in informierter Weise und unmissverständlich abgegebene Willensbekundung. Nach Art. 7 Abs. 3 kann die betroffene Person sie jederzeit widerrufen; der Widerruf muss nach dieser Vorschrift so einfach sein wie die Erteilung.

Quellen: TDDDG § 25 · DSGVO, Verordnung (EU) 2016/679

Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung und erfolgt ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität; was in Ihrem Einzelfall gilt, klärt ein Fachanwalt für IT-Recht.

Zielgruppe und Anzeigentext

Für die Auswahl der Zielgruppe und den Text der Anzeige enthalten das AGG und die Werberichtlinien der Plattformen Regeln.

AGG § 1

§ 1 AGG nennt als Ziel, Benachteiligungen aus Gründen der „Rasse“ oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

AGG § 7 Abs. 1

§ 7 Abs. 1 AGG bestimmt, dass Beschäftigte nicht wegen eines in § 1 genannten Grundes benachteiligt werden dürfen, auch wenn ein solcher Grund nur angenommen wird.

AGG § 11

§ 11 AGG bestimmt: „Ein Arbeitsplatz darf nicht unter Verstoß gegen § 7 Abs. 1 ausgeschrieben werden.“

Google: Laut Google-Ads-Hilfe (Stand 27.09.2026) dürfen in den USA und Kanada bestimmte demografische Merkmale wie Alter und Geschlecht sowie Postleitzahlen nicht für das Targeting von Stellenanzeigen verwendet werden.

Meta: Laut Meta-Hilfebereich (Stand 27.09.2026) sind in der speziellen Anzeigenkategorie für Jobangebote für Zielgruppen in den USA, in Kanada oder in „einigen Ländern Europas“ unter anderem die Auswahl nach Alter, Geschlecht oder Postleitzahl und Lookalike Audiences nicht oder nur eingeschränkt verfügbar; welche Länder gemeint sind, nennt Meta nicht.

LinkedIn: Laut LinkedIn-Werberichtlinie (Stand 27.09.2026) toleriert LinkedIn keine Diskriminierung nach persönlichen Merkmalen wie Alter, Geschlecht oder Herkunft und verlangt, dass Anzeigen Gesetze gegen Diskriminierung einhalten, auch bei Beschäftigung.

Quellen: AGG § 1, § 7, § 11 · Google-Ads-Hilfe, Eingeschränktes Targeting in personalisierten Anzeigen · Meta, So wählst du eine spezielle Anzeigenkategorie aus · LinkedIn, Advertising Policies; Plattformseiten abgerufen am 27.09.2026

Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung und erfolgt ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität; was in Ihrem Einzelfall gilt, klärt ein Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Performance Recruiting und Stellenbörsen zusammen einsetzen

Kurz gesagt: Performance Recruiting macht Maßnahmen messbar; Anzeigen im Netz und Stellenbörsen können sich dabei ergänzen.

Für Menschen, die aktiv suchen, sind Stellenbörsen ein direkter Weg zur Stelle. Dort veröffentlichen Sie Ihre Stellenanzeige per Multiposting in einem Schritt auf 400+ Jobbörsen.

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Mehr zum Thema: Performance Recruiting bei Personalturm

Fragen zu Performance Recruiting

Kurz gesagt: Fünf kurze Antworten zu Performance Marketing, Arten des Recruitings, Phasen der Personalbeschaffung, dem Begriff Performance und dem Verhältnis von HR und Recruiting.

Was fällt alles unter Performance Marketing?

Performance Marketing ist Online-Werbung, die nach messbaren Ergebnissen gesteuert wird, etwa nach Klicks, Conversions oder Kosten pro Conversion. Dazu zählen zum Beispiel Suchmaschinenanzeigen, Anzeigen in sozialen Netzwerken sowie Display- und Videoanzeigen. Performance Recruiting überträgt diese Logik auf Stellenanzeigen, Bewerbungen und Einstellungen.

Welche Arten von Recruiting gibt es?

Eine Einteilung unterscheidet internes Recruiting aus der eigenen Belegschaft und externes Recruiting. Extern lassen sich zum Beispiel Stellenanzeigen auf Stellenbörsen, Active Sourcing, Social Media Recruiting, Inbound Recruiting und Performance Recruiting unterscheiden. Die Aufzählung ist nicht abschließend, und die Formen lassen sich kombinieren.

Welche 7 Phasen gibt es in der Personalbeschaffung?

Eine einheitliche Norm gibt es dafür nicht. Eine mögliche Gliederung in sieben Phasen: Bedarf ermitteln, Anforderungsprofil erstellen, Stelle ausschreiben, Bewerbungen vorauswählen, Gespräche führen, Entscheidung treffen, neue Beschäftigte einarbeiten (Onboarding).

Was genau bedeutet Performance?

Performance ist Englisch und bedeutet Leistung. Im Marketing meint der Begriff das messbare Ergebnis einer Maßnahme, etwa Klicks, Conversions oder Kosten pro Conversion. Im Performance Recruiting kommen Bewerbungen und Einstellungen als Ergebnisse hinzu.

Ist HR und Recruiting das Gleiche?

Nein. HR, also das Personalwesen, umfasst die Aufgaben rund um die Beschäftigten, etwa Verwaltung, Entwicklung, Vergütung und Bindung. Recruiting ist ein Teilbereich davon: die Gewinnung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Ausschreibung bis zur Einstellung.

Ralph Adrian
Über den Autor
Ralph Adrian Geschäftsführer · Personalturm

Hilft Unternehmen seit 2018, Stellen günstiger über 400+ Jobbörsen zu schalten. Schreibt über Recruiting-Kosten, Jobbörsen und Multiposting.

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