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Podcast · Recruiting News DACH

Folge 2: Nullrunden-Pläne, KI-Bewerbungsflut und 32 Kilometer zum Büro

Recruiting News DACH · · 09:42 Min. · mit Barbara und Mark

Jede Woche eine neue Folge: Folgen Sie „Recruiting News DACH“ auf Spotify, dann verpassen Sie keine.

Barbara und Mark, die KI-generierten Stimmen von Recruiting News DACH, lachen und schmunzeln an ihren Mikrofonen vor einem leuchtenden Hexagon

Das Wichtigste in 60 Sekunden

  1. Thema 1

    Nullrunden statt Lohnplus?

    Nach Darstellung der IG Metall vom 19. Oktober 2026 hat der VW-Konzernvorstand die Personalverantwortlichen weltweit angewiesen, bis 2030 Nullrunden einzuplanen; VW selbst äußert sich nicht, ein Sprecher sprach von Spekulationen. Laut Betriebsrat und IG Metall arbeiten im Konzern weltweit rund 660.000 Menschen, in der VW-Tarifrunde fordert die IG Metall 5 Prozent mehr Entgelt bei zwölf Monaten Laufzeit. Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller sagte am 15. Oktober sinngemäß, mehr arbeiten könne dazugehören, weniger verdienen aber sicher nicht.

    Mehr dazu im Ratgeber: Gehaltsangabe in der Stellenanzeige: Spanne und Formulierung

    Zum Transkript · ab 00:39

  2. Thema 2

    Die KI-Bewerbungsflut

    Für eine Censuswide-Umfrage im Auftrag von Indeed, veröffentlicht am 14. Oktober 2026, wurden 300 HR-Entscheiderinnen und -Entscheider in Deutschland befragt: 56 Prozent bekommen heute pro Stelle mehr Bewerbungen als vor zwölf Monaten. Den Anteil der mit KI erstellten Bewerbungen schätzen die Befragten im Schnitt auf 33 Prozent, das ist eine Einschätzung und keine Messung. 41 Prozent der Befragten sortieren offensichtlich von KI verfasste Bewerbungen direkt aus, und 63 Prozent aller Befragten befürchten, dass bei der automatischen Vorauswahl passende Kandidaten verloren gehen.

    Mehr dazu im Ratgeber: Vorstellungsgespräch führen: Leitfaden für Arbeitgeber

    Zum Transkript · ab 02:40

  3. Thema 3

    Zahl der Woche: 32 Kilometer

    Der durchschnittliche Arbeitsweg von Büroangestellten in Deutschland ist laut einer Auswertung des IAB von 27,5 Kilometern im Jahr 2019 auf 32 Kilometer Ende 2023 gestiegen, gemessen in Luftlinie zwischen Wohn- und Arbeitsort. Als wichtigsten Treiber nennen die Forschenden die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, dazu kommen Umzüge und Jobwechsel.

    Mehr dazu im Ratgeber: Stellenanzeige schreiben: Muster, Tipps und Checkliste

    Zum Transkript · ab 04:14

  4. Thema 4

    Frauen in Führung

    Laut Statistischem Bundesamt waren 2025 in Deutschland 30,3 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt, im EU-Durchschnitt 35,9 Prozent und in Österreich 37,2 Prozent. Im Jahr 2015 lag der deutsche Wert bei 29,3 Prozent, und an allen Erwerbstätigen in Deutschland hatten Frauen 2025 einen Anteil von 47,1 Prozent.

    Zum Transkript · ab 05:23

  5. Thema 5

    Schweiz: weniger Stunden, gleicher Lohn

    Die Migros hat sich mit ihren Sozialpartnern auf einen erneuerten Landes-Gesamtarbeitsvertrag für die Jahre 2027 bis 2031 geeinigt: Für viele Mitarbeitende sinkt die Wochenarbeitszeit von 43 auf 41 Stunden, der Lohn bleibt gleich. Für Lohnmaßnahmen und bessere Anstellungsbedingungen setzt die Migros insgesamt 1,6 Prozent der Lohnsumme ein, und bei der Tochter Denner steigt der Mitarbeitenden-Gutschein von 10 auf 20 Prozent.

    Zum Transkript · ab 06:27

Schnelldurchlauf: Alexander Schweitzer (SPD) ist seit dem 13. Oktober 2026 Bundesminister für Arbeit und Soziales, am 14. Oktober wurde er im Bundestag vereidigt. Im Raum steht die Idee, die tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche abzulösen; dazu gibt es bisher nur einen Referentenentwurf, beschlossen ist nichts. Die EU-Arbeitsschutzagentur EU-OSHA hat am 13. Oktober eine Kampagne zur psychischen Gesundheit bei der Arbeit gestartet, die bis 2028 läuft. Laut EU-OSHA sehen 45 Prozent der Beschäftigten in der EU an ihrem Arbeitsplatz Risiken für das psychische Wohlbefinden, Grundlage ist die EU-Arbeitskräfteerhebung aus dem Jahr 2020.

ab 00:11

Begrüßung

Barbara: Schön, dass Sie wieder reinhören! Das ist Folge zwei von Recruiting News DACH. Ich bin Barbara, und Mark ist auch wieder da.

Mark: Bin ich. Der Kaffee ist diesmal schon leer.

Barbara: Dann Tempo. Fünf Themen diese Woche: Nullrunden und Mehrarbeit in der Industrie. Personaler und die KI-Bewerbungsflut. Unsere Zahl der Woche zum Arbeitsweg. Frauen in Führung. Und die Schweiz: weniger Stunden, gleicher Lohn.

Mark: Na, das beißt sich ja schön.

ab 00:39

Thema 1: Nullrunden statt Lohnplus?

Barbara: Wir starten bei Volkswagen. Die IG Metall sagt: Der VW-Konzernvorstand hat die Personalverantwortlichen weltweit angewiesen, bis zweitausenddreißig Nullrunden einzuplanen. Also Gehälter einfrieren. Das hat sie am neunzehnten Oktober öffentlich gemacht.

Mark: Da muss man kurz einordnen, wer das sagt. Laut IG Metall stammt die Info vom Europäischen und Weltkonzernbetriebsrat, der die Belegschaft intern informiert hat. VW selbst kommentiert das nicht, ein Sprecher sprach von Spekulationen.

Barbara: Wie viele Leute hängen da dran?

Mark: Laut Betriebsrat und IG Metall arbeiten im Konzern weltweit rund sechshundertsechzigtausend Menschen, vielen davon drohen jahrelang Nullrunden. Die Gewerkschaft fürchtet bis zweitausenddreißig ein reales Minus von etwa zehn Prozent oder mehr, falls die Preise weiter so steigen wie zuletzt.

Barbara: Und die IG Metall will ja eigentlich mehr Geld.

Mark: Ja, in der VW-Tarifrunde fünf Prozent, bei zwölf Monaten Laufzeit. Der Betriebsrat hält den Plan für unrealistisch und erwartet heftigen Widerstand.

Barbara: Und VW ist nicht allein, oder?

Mark: Nein. Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller meinte am fünfzehnten Oktober sinngemäß: Mehr arbeiten kann dazugehören, damit man produktiver wird. Weniger Geld aber sicher nicht. Die fünf Prozent der IG Metall findet sie völlig überzogen.

Barbara: Und Mercedes?

Mark: Das ist Hintergrund. Laut Agenturberichten hat der Vorstand im Juni den Beschäftigten geschrieben, dass er mit dem Betriebsrat über mehr Stunden ohne Lohnausgleich reden will. Tariflich gelten dort fünfunddreißig Wochenstunden. Entschieden ist nichts.

Barbara: Meine Einschätzung: Wer gerade Leute sucht, sollte beim Gehalt jetzt nicht abtauchen.

Mark: Da seh ich's ein bisschen anders. Ich versteh auch jeden Betrieb, der gerade jeden Euro zweimal umdreht.

Barbara: Fair. Heißt für Sie: Gut möglich, dass Bewerbende diese Schlagzeilen kennen. Sagen Sie im Gespräch offen, wie Gehalt und Arbeitszeit bei Ihnen laufen.

ab 02:40

Thema 2: Die KI-Bewerbungsflut

Barbara: Thema zwei, und da geht's um Ihr Postfach. Diesmal aus Sicht der Personaler. Mark?

Mark: Indeed hat am vierzehnten Oktober eine Umfrage von Censuswide veröffentlicht, mit dreihundert HR-Entscheiderinnen und -Entscheidern aus Deutschland. Sechsundfünfzig Prozent bekommen pro Stelle heute mehr Bewerbungen als vor zwölf Monaten.

Barbara: Und wie viele schreibt die KI?

Mark: Geschätzt jede dritte, im Schnitt dreiunddreißig Prozent. Wichtig: Das ist eine Einschätzung der Befragten, keine Messung.

Barbara: Kennen Sie das? Drei Anschreiben hintereinander, und alle klingen gleich.

Mark: Ja, kenn ich. Vierundfünfzig Prozent sagen sogar, das Anschreiben verrät ihnen heute weniger als früher.

Barbara: Und was machen die Firmen dann?

Mark: Einundvierzig Prozent werfen offensichtliche KI-Bewerbungen sofort raus. Zweiundvierzig Prozent lassen bei der Vorauswahl offiziell Software oder KI mitlaufen. Und von allen, die mit Software oder KI vorsortieren, sagen elf Prozent: Vor der Absage schaut kein Mensch mehr drauf.

Barbara: Also KI gegen KI.

Mark: So ungefähr. Dreiundsechzig Prozent aller Befragten fürchten, dass ihnen so passende Leute durchrutschen.

Barbara: Meine Einschätzung: Das Anschreiben ist nicht tot, aber das Gespräch wird wichtiger.

Mark: Da bin ich bei dir. Und ein menschlicher Blick vor der Absage ist, finde ich, gut investierte Zeit.

Barbara: Heißt für Sie: Klären Sie, wer bei Ihnen aussortierte Bewerbungen noch anschaut. Und fragen Sie im Gespräch nach echten Beispielen statt nach schönen Sätzen.

ab 04:14

Thema 3: Zahl der Woche – zweiunddreißig Kilometer

Barbara: Zahl der Woche! Mark, bitte.

Mark: Zweiunddreißig Kilometer.

Barbara: Bis wohin?

Mark: Bis ins Büro. So weit war der Arbeitsweg von Büroangestellten Ende zweitausenddreiundzwanzig im Schnitt, laut einer neuen Auswertung des IAB. Zweitausendneunzehn waren's noch siebenundzwanzig Komma fünf Kilometer. Gemessen in Luftlinie.

Barbara: Und warum wohnen die Leute weiter weg?

Mark: Größter Treiber ist laut den Forschenden das Homeoffice, dazu Umzüge und Jobwechsel. Job in der teuren Stadt, Wohnung da, wo die Miete günstiger ist. Und sie gehen davon aus, dass das bleibt.

Barbara: Wie viele sind denn überhaupt im Homeoffice?

Mark: Ein frisches Beispiel: In Sachsen-Anhalt haben zweitausendfünfundzwanzig laut Statistischem Landesamt zwölf Komma drei Prozent der Arbeitnehmer, also ohne Selbstständige und Azubis, zumindest zeitweise im Homeoffice gearbeitet.

Barbara: Meine Einschätzung: Zweiunddreißig Kilometer fährt niemand gern für einen Tag mit nur Mails.

Mark: Ich jedenfalls nicht.

Barbara: Heißt für Sie: Wenn Sie Präsenz wollen, sagen Sie, wofür. Und schreiben Sie in die Anzeige, wie viele Tage vor Ort gewünscht sind.

ab 05:23

Thema 4: Frauen in Führung

Barbara: Thema vier kommt vom Statistischen Bundesamt. Mark, wie viele Führungskräfte sind bei uns Frauen?

Mark: Dreißig Komma drei Prozent im Jahr zweitausendfünfundzwanzig. Der EU-Schnitt liegt bei fünfunddreißig Komma neun Prozent. Österreich kommt auf siebenunddreißig Komma zwei.

Barbara: Tut sich bei uns denn was?

Mark: Kaum. Zweitausendfünfzehn waren es neunundzwanzig Komma drei Prozent, also in zehn Jahren ein Prozentpunkt mehr. Der EU-Schnitt hat im selben Zeitraum vier Prozentpunkte zugelegt.

Barbara: Liegt's daran, dass weniger Frauen arbeiten?

Mark: Nee. Frauen stellen siebenundvierzig Komma eins Prozent aller Erwerbstätigen, also fast so viele wie Männer. Nur auf dem Chefsessel sitzen sie deutlich seltener.

Barbara: Meine Einschätzung: Da sitzt oft Talent im eigenen Haus, das keiner fragt. Führung in Teilzeit oder im Tandem macht die Auswahl größer.

Mark: Ich find, das ist eher Marathon als Sprint. Aber loslaufen kann man diese Woche.

Barbara: Heißt für Sie: Prüfen Sie bei der nächsten Führungsstelle, ob die Anzeige wirklich alle anspricht, auch die Frauen im eigenen Team.

ab 06:27

Thema 5: Schweiz – weniger Stunden, gleicher Lohn

Barbara: Jetzt das Gegenbild zu Thema eins. Ab in die Schweiz, Mark.

Mark: Die Migros hat mit den Sozialpartnern einen neuen Landes-Gesamtarbeitsvertrag ausgehandelt, für zweitausendsiebenundzwanzig bis zweitausendeinunddreißig. Der Kern: Für viele Mitarbeitende sinkt die Woche von dreiundvierzig auf einundvierzig Stunden, beim gleichen Lohn.

Barbara: Für alle?

Mark: Nein, für viele. Dazu steckt die Migros eins Komma sechs Prozent der Lohnsumme in Lohnmaßnahmen und bessere Bedingungen. Und die Tochter Denner zahlt mehr in die Pensionskasse und erhöht den Mitarbeitenden-Gutschein von zehn auf zwanzig Prozent.

Barbara: Also, Mark: mehr arbeiten oder weniger? Was stimmt denn jetzt?

Mark: Gute Frage. Meine Einschätzung: Zwei Stunden weniger sind ein starkes Argument im Recruiting.

Barbara: Da bin ich anderer Meinung, zumindest ein bisschen. Zwei Stunden weniger muss man sich auch leisten können.

Mark: Fair. Aber freie Zeit zählt für manche mehr als ein paar Euro mehr auf dem Lohnzettel.

Barbara: Heißt für Sie: Überlegen Sie, was Sie neben dem Gehalt bieten können. Zeit, Vorsorge, Rabatte, das alles zählt im Gespräch.

ab 07:38

Schnelldurchlauf

Barbara: Schnelldurchlauf! Zwei Kurz-News, Daumen hoch oder runter. Erstens: Es gibt einen neuen Arbeitsminister.

Mark: Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas ist Alexander Schweitzer von der SPD seit dem dreizehnten Oktober Bundesarbeitsminister, einen Tag später wurde er vereidigt. Auf dem Tisch liegt die Idee, die tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche abzulösen. Bisher ist das nur ein Referentenentwurf, nichts ist beschlossen.

Barbara: Dein Daumen?

Mark: Zur Seite. Erst mal abwarten.

Barbara: Zweitens: EU-OSHA, die Arbeitsschutzagentur der EU, startete am dreizehnten Oktober eine Kampagne zur psychischen Gesundheit im Job, sie läuft bis zweitausendachtundzwanzig. Laut Agentur sehen fünfundvierzig Prozent der Beschäftigten in der EU bei der Arbeit Risiken für ihr seelisches Wohlbefinden.

Mark: Daumen hoch. Fast die Hälfte, das ist 'ne Ansage.

Was wir gelernt haben

Barbara: Was haben wir diese Woche gelernt? Erstens: Bei VW stehen laut IG Metall Nullrunden bis zweitausenddreißig im Raum, VW selbst schweigt dazu.

Mark: Zweitens: Personaler schätzen, dass im Schnitt jede dritte Bewerbung mit KI entsteht. Geschätzt, nicht gemessen.

Barbara: Drittens: Der Arbeitsweg von Büroangestellten ist im Schnitt auf zweiunddreißig Kilometer Luftlinie gewachsen.

Mark: Viertens: In Deutschland sind dreißig Komma drei Prozent der Führungskräfte Frauen.

Barbara: Und fünftens: Bei der Migros arbeiten viele künftig einundvierzig statt dreiundvierzig Stunden, für denselben Lohn.

Outro

Barbara: Kurz noch: Dieser Podcast ist KI-generiert. Wir informieren nur, ohne Gewähr, das ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragen Sie eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Barbara: Das war Folge zwei von Recruiting News DACH, von Personalturm. Nächste Woche gibt's wieder neue Recruiting-News. Abonnieren Sie uns gern, dann verpassen Sie nichts.

Mark: Machen Sie's gut, bis nächste Woche!

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Ralph Adrian
Über den Autor
Ralph Adrian Geschäftsführer · Personalturm

Hilft Unternehmen seit 2018, Stellen günstiger über 400+ Jobbörsen zu schalten. Schreibt über Recruiting-Kosten, Jobbörsen und Multiposting.

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