Personalgewinnung im öffentlichen Dienst – so funktioniert‘s

Personalgewinnung im öffentlichen Dienst – so funktioniert‘s

Nicht nur die freie Wirtschaft, sondern auch der öffentliche Dienst hat seit einigen Jahren starke Probleme damit, offene Stellen zu besetzen. Der Fachkräftemangel hat auch Behörden, Kommunen und andere öffentliche Einrichtungen im Griff. Während viele nicht öffentliche Unternehmen jedoch große Employer Branding Kampagnen starten und ihr Recruiting neu strukturieren, ist der öffentliche Dienst an dieser Stelle oft noch etwas zurückhaltend. Wir zeigen heute, warum die öffentliche Hand vor Herausforderungen in der Personalbeschaffung steht und wie sie diese meistern kann.

Inhaltsverzeichnis

Warum der öffentliche Dienst Schwierigkeiten im Recruiting hat

Genauso wie andere Branchen hat auch der öffentliche Dienst Schwierigkeiten damit, Mitarbeiter zu finden. Diese Gründe gibt es dafür:

  • Das Image des öffentlichen Diensts: Viele Menschen verbinden den öffentlichen Dienst mit veralteten Prozessen, fehlender Digitalisierung und schlechter Arbeitsmoral. Dass viele Behörden bereits seit Jahren an diesen Rückständen arbeiten, ist vielen Menschen noch nicht bewusst. Sie ziehen die Möglichkeit, sich auf eine Stelle im öffentlichen Dienst zu bewerben, erst gar nicht in Betracht. An dieser Stelle ist seitens der Arbeitgeber demnach mehr Kommunikation nötig, um Bewerbern zu zeigen, dass der öffentliche Dienst mit der modernen Arbeitswelt mithalten kann.
  • Fachkräftemangel: Ob im Bauamt, in der IT oder in der klassischen Verwaltung – auch der öffentliche Dienst leidet unter dem Fachkräftemangel. In nahezu allen Abteilungen fehlt es an Personal und an Mitarbeitern, die Kollegen ersetzen können, die in Rente gehen oder aus anderen Gründen das Unternehmen verlassen.
  • Unflexible Prozesse: In vielen Behörden müssen Entscheidungen noch immer durch mehrere Instanzen gehen. Das sorgt dafür, dass Prozesse kompliziert werden und sich lange hinziehen. Im Recruiting kann das inzwischen zum Problem werden. Bewerber erwarten heute zeitnahe Rückmeldungen oder mindestens eine Einschätzung, wann sie mit einer Rückmeldung rechnen können. Gleichzeitig gilt aber auch: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Meldet sich ein anderer Arbeitgeber mit einem interessanten Job schneller, wird der Bewerber dem langsameren Arbeitgeber wieder absagen.
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Tipps für die Personalgewinnung im öffentlichen Dienst

Moderne Stellenanzeigen

Einer der wichtigsten Faktoren im Recruiting ist nach wie vor die Stellenanzeige. Wer gerade auf Jobsuche ist, möchte sich von der Stellenanzeige angesprochen und abgeholt fühlen. Gerade junge Bewerber aus den Generationen Y und Z werden von unpersönlich formulierten Stellenanzeigen und einem unmodernen Design eher abgeschreckt. Ganz besonders geht es dabei aber auch um die Informationen, die in der Anzeige veröffentlicht werden. Je konkreter Sie die Anforderungen, die Benefits und die Aufgaben kommunizieren, desto besser können Interessenten entscheiden, ob sie zum Job passen und ob sie Spaß daran haben. Floskeln sind hier fehl am Platz.

 

Flexible Bewerbungsprozesse

Im Bewerbungsprozess geht es schon lange nicht mehr nur darum, herauszufinden, ob ein Bewerber für die Stelle geeignet ist. Vielmehr geht es darum, dass beide Seiten sich kennenlernen und beurteilen können, ob sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen können. Je unkomplizierter das für Bewerber möglich ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich für Ihre Organisation als Arbeitgeber entscheiden. Eine Option, die den Zugang für Bewerber erleichtert, sind zum Beispiel One Click Bewerbungen oder mindestens Kurzbewerbungen. Je umfassender der Prozess zum Einreichen der Bewerbung ist, desto wahrscheinlicher wird ein Abbruch.

Benefits des öffentlichen Diensts

Der öffentliche Dienst bietet zahlreiche Benefits, die ihn von Unternehmen in der freien Wirtschaft abheben. Oft werden diese Benefits aber kaum oder gar nicht herausgearbeitet, weil sie zum Standard in Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen gehören. Überlegen Sie nicht unbedingt, was Sie von anderen Behörden abhebt, sondern eher, was Sie von nicht öffentlichen Unternehmen abhebt. Gute Punkte sind an dieser Stelle beispielsweise die Bezahlung nach Tarif, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie geregelte Arbeitszeiten und ein krisenfester Arbeitsplatz.

Neue Recruitingkanäle

Auch die Kanäle, über die Sie Ihre Bewerber erreichen, spielen eine wichtige Rolle. Die klassischen Anlaufstellen sind die großen und bekannten Jobbörsen. Aber auch Multiposting auf mehreren unterschiedlichen Jobbörsen oder der zusätzliche Einsatz von Social Media können Ihrer Sichtbarkeit einen echten Boost verleihen. Gerade die sozialen Medien sind bei jungen Bewerbern beliebt – sie eignen sich optimal dafür, eine One Click Bewerbung auszuprobieren. Grundsätzlich gilt beim Thema Recruitingkanäle: Probieren geht über Studieren. Testen Sie neue Portale und Formate aus und bewerten Sie sie im Anschluss, um die besten Methoden für Ihre Personalbeschaffung zu finden.

Fazit: Benefits herausarbeiten und für das Recruiting im öffentlichen Dienst nutzen

Einerseits ist der öffentliche Dienst oft noch in veralteten Recruitingprozessen und langen Entscheidungswegen festgefahren. Andererseits sind viele Behörden sich ihrer Vorteile gegenüber Unternehmen in der freien Wirtschaft noch nicht bewusst. Diese beiden Ansätze sind gute Möglichkeiten, Ihrem Recruiting einen Boost zu verleihen. Werden Sie sichtbarer, unkomplizierter und konzentrieren Sie sich auf Ihre Benefits. Wenn Sie an dieser Stelle Schwierigkeiten haben, kann auch eine Befragung einzelner Teams oder der gesamten Belegschaft in anonymer Form helfen, einen Überblick über die Gründe zu erhalten, aus denen die Angestellten gerne zur Arbeit kommen.

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Ich freue mich auf unser Kennenlernen!

Ihr Ralph Adrian
Experte für Online-Stellenanzeigen bei Personalturm

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