Personalsuche über Social Media – 4 Wege und Tipps

Personalsuche über Social Media – 4 Wege und Tipps

Die Suche nach neuen Mitarbeitern gestaltet sich für viele Unternehmen zunehmend komplizierter. Fachkräftemangel, demografischer Wandel und der daraus resultierende War for Talents sorgen dafür, dass immer mehr Stellen für lange Zeit unbesetzt bleiben. Neben dem klassischen Schalten von Stellenanzeigen über unterschiedliche Jobbörsen müssen Arbeitgeber neue Wege finden, um neues Personal zu finden. Social Media ist einer der möglichen Wege, die Firmen gehen können. Wir möchten heute 4 Wege vorstellen, über die Ihr Recruiting neuen Schwung bekommen kann und geben Tipps zur Personalsuche über Social Media.

Inhaltsverzeichnis

Über diese Plattformen ist die Personalsuche über Social Media möglich

Zu den sozialen Medien gehören alle Plattformen, die auf Interaktion und Vernetzung zwischen Menschen ausgelegt sind – ob beruflich oder privat. Je nachdem, zu welchem Zweck die Plattformen dienen, können unterschiedliche Maßnahmen für Arbeitgeber interessant sein, die über Social Media nach neuen Mitarbeitern suchen möchten. 4 Möglichkeiten stellen wir jetzt vor.

Xing – die Nummer 1 Karriereplattform im DACH-Gebiet

Xing ist das beliebteste Businessnetzwerk für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Mit etwa 19 Millionen Mitgliedern bietet es eine große Reichweite für Arbeitgeber, Angestellte und Jobsuchende gleichermaßen. Als Arbeitgeber bietet Xing Ihnen die Möglichkeit, eigenständig nach interessanten Profilen zu suchen und Kontakt zu ihnen aufzunehmen. Je nachdem, welche Mitgliedschaft Sie abgeschlossen haben, können Sie mehr oder weniger potenzielle Kandidaten aktiv anschreiben. Auch die Suche ist mit professionellerer Mitgliedschaft immer weniger eingeschränkt. So können Sie zum Beispiel nach Standort, aktuellem Job, Abschluss oder Arbeitgeber filtern. Besonders wichtig ist bei Xing jedoch die richtige Form des Anschreibens. Wer in Karrierenetzwerken wie Xing angemeldet ist, ist zwar in der Regel offen dafür, von Arbeitgebern mit Jobangeboten kontaktiert zu werden. Allerdings kommt es hier stark auf die Art des Anschreibens an. Standardanschreiben ohne Bezug zum Profil werden inzwischen häufig ignoriert, da der persönliche Faktor fehlt. In unserem Beitrag zur Personalsuche über Xing erfahren Sie mehr zum Thema Anschreiben und zu weiteren Optionen, über Xing neue Mitarbeiter zu finden.

LinkedIn – Karriereplattform mit internationalem Fokus

Das Karrierenetzwerk LinkedIn ist das größte weltweite Businessnetzwerk mit insgesamt rund 756 Millionen Nutzern, 16 Millionen davon im DACH-Gebiet. Anhand der Nutzerzahlen lässt es sich vielleicht bereits erkennen: LinkedIn ist sehr international ausgerichtet. Grundsätzlich bietet diese Plattform die gleichen Möglichkeiten zur Personalsuche wie Xing. Während es bei Xing jedoch hauptsächlich darum geht, aktiv nach Kandidaten zu suchen und diese schließlich in den unternehmensinternen Einstellungsprozess zu integrieren, verfolgt LinkedIn andere Pläne. Über das Netzwerk kann der gesamte Bewerbungsprozess vom Schalten der Stellenanzeige bis hin zur Terminplanung der Bewerbungsinterviews ist über die Plattform alles möglich. Gleichzeitig legt LinkedIn großen Wert auf den Aufbau der Employer Brand. Unternehmen können Profile anlegen und pflegen, indem sie die wichtigsten Infos zu ihrem Bewerbungsprozess, zu ihrer Arbeitgebermarke und zum Beispiel ein Imagevideo integrieren. Mehr Infos und Tipps rund um das Recruiting mit LinkedIn erhalten Sie in unserem Artikel dazu.

Facebook – Employer Branding über Social Media

Im Gegensatz zu Xing oder LinkedIn ist Facebook sicherlich nicht die klassische Plattform für Recruiter. Dennoch gibt es auch hier einige Möglichkeiten, potenzielle neue Mitarbeiter zu erreichen. Besonders Employer Branding, also der Auf- und Ausbau der Arbeitgebermarke, ist über Facebook interessant. Kennen Sie Ihre Zielgruppe, ist Facebook ein echter Geheimtipp, was das Recruiting betrifft. Im Gegensatz zu den Karrierenetzwerken, die eher auf das Active Sourcing ausgelegt sind, geht es bei Facebook um Personalmarketing, die Schnittstelle zwischen Recruiting und Marketing. Wie im Online-Marketing können Sie auch für Ihre Personalsuche Anzeigen über die Plattform schalten und sie ausschließlich an Ihre gewünschte Zielgruppe ausliefern lassen. Dabei gilt Facebook als erster Kontaktpunkt zwischen Unternehmen und potenziellem Bewerber. Sie möchten an dieser Stelle die Aufmerksamkeit erlangen und den Kandidaten so schnell und unkompliziert wie möglich in Ihren Bewerbungsprozess integrieren. Wer über Facebook erfolgreich sein möchte, muss Recruiting aus Sicht des Bewerbers betreiben. Weitere Tipps erhalten Sie in unserem Beitrag zur Personalsuche über Facebook.

Instagram – der Geheimtipp für Kreativjobs

Auch Instagram ist ein Kanal, der im Gegensatz zu Xing oder LinkedIn eher seltener für das Social Media Recruiting eingesetzt wird. Vor allem liegt das daran, dass auch Instagram, genau wie Facebook, eher als klassischer Kanal für das Online-Marketing gesehen wird. Dennoch gibt es einige Jobs, die sich gerade über Instagram gut besetzen lassen – zum Teil sogar besser als über das klassische Schalten von Stellenanzeigen oder über Multiposting. Gerade die jüngeren Generationen, die digital Natives, sind genau die Zielgruppe dieser Plattform. Durch ihre digitale Affinität ist oft auch das berufliche Interesse eher in diesem Bereich gegeben. Entsprechend lassen sich besonders kreative, kommunikative und digitale Jobs gut über Instagram bewerben. Grundlegend geht es hier aber darum, die Employer Brand attraktiv zu gestalten. Durch einen bunten Mix aus Storys, Posts und gezielt geschalteten Werbeanzeigen kann das Recruiting durch Instagram einen echten Boost erleben. Tipps, worauf Sie besonders achten sollten, wenn Sie Mitarbeiter über Instagram gewinnen möchten, erhalten Sie in unserem Beitrag zur Personalsuche über Instagram.

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5 grundlegende Tipps für die Personalsuche über Social Media

Die Plattformen, die wir Ihnen für die Personalsuche über Social Media vorgestellt haben, sind zu großen Teilen grundlegend verschieden. Während Xing und LinkedIn ohnehin auf das Networking und Active Sourcing ausgelegt sind, sind Facebook und Instagram mehr für das Employer Branding geeignet. Dennoch gibt es ein paar allgemeingültige Tipps, die wir Ihnen für das Recruiting über Social Media mit an die Hand geben möchten.

Wer in den sozialen Medien erfolgreich sein möchte, muss zuerst einmal wissen, wen er überhaupt erreichen möchte. Während Jobbörsen eher auf Regionen oder Branchen fokussiert sind, erreichen die sozialen Netzwerke eine große Bandbreite an potenziellen Bewerbern. Da diese potenziellen Bewerber jedoch in der Regel gar nicht auf der Suche nach einem Job sind, müssen Recruiting Maßnahmen an sie angepasst werden. Bei jedem neuen Job, den Sie besetzen möchten, sollten Sie sich aufs Neue Gedanken machen, welche Art von Bewerber Sie sich wünschen. Digital Natives, die durch ihre Affinität zu den modernen Medien überzeugen oder doch lieber analytische Menschen, die ihren Job und ihre Branche bereits seit vielen Jahren in- und auswendig kennen? Je nachdem, wen Sie erreichen möchten, sollten Sie nicht nur Ihre Maßnahmen wie die Stellenanzeige oder die Ansprache anpassen, sondern auch die Plattform, über die Sie suchen. Über Instagram wird es zum Beispiel in der Regel schwierig, analytische Spezialisten zu erreichen.

Ja, Sie sollen Ihr Recruiting auf die jeweilige Zielgruppe auslegen, die Sie mit Ihrer Stellenanzeige erreichen möchten. Das bedeutet aber nicht, das Rad jedes Mal neu zu erfinden. Vielmehr geht es darum, die Werte und Ziele, für die Sie als Arbeitgeber stehen, so zu verpacken, dass die entsprechende Zielgruppe sich davon angesprochen fühlt. Dabei ist es im heutigen Recruiting jedoch wichtiger als je zuvor, authentisch zu bleiben – eine Gratwanderung zwischen Werbung und Realität. Umso wichtiger ist es also, dass Sie Ihre Arbeitgebermarke kennen und wissen, wofür Ihr Unternehmen steht. Nur so können Sie sich potenziellen Bewerbern gegenüber authentisch präsentieren – egal, über welche Plattform.

Ein großer Fehler, den viele Unternehmen in ihrem Recruiting machen, ist die Optimierung aller Stationen aus ihrer Sicht. Wie können wir die Prozesse für uns als Arbeitgeber am unkompliziertesten gestalten? Vielmehr sollten Sie diese Denkweise jedoch umdrehen: Wie können wir unseren Einstellungsprozess für Bewerber so attraktiv wie möglich gestalten? Schließlich geht es im Recruiting immer mehr um die Wünsche der Bewerber – der War for Talents lässt grüßen. Gerade, wenn Sie Mitarbeiter über Social Media gewinnen möchten, sollten Sie im ersten Schritt Ihren Bewerbungsprozess einmal selbst durchlaufen. Wie funktioniert die Transition zwischen Social Media Plattform und Integration in den internen Bewerbungsprozess? Werden auch bei einer Werbeanzeige über Facebook alle Bewerbungsunterlagen angefordert oder gibt es eine schnelle Möglichkeit zur Kontaktaufnahme? Befassen Sie sich mit neuen Recruiting-Methoden wie One Click Bewerbungen oder Chatbots – so werden Ihre Prozesse für Bewerber attraktiver.

Nicht nur die Prozesse im Recruiting sollten reflektiert werden, sondern auch der Weg dorthin. Oft ist eine der ersten Informationsquellen, die potenzielle Bewerber von Ihrem Unternehmen entdecken, eine Stellenanzeige. Ob sie über eine Werbeanzeige bei Facebook beworben wurde oder bei Xing mit dem Unternehmensprofil geteilt wurde – auch die Stellenanzeigen sollten auf die Zielgruppe optimiert werden. Wichtig ist, alle nötigen Informationen auf den ersten Blick zu geben und gleichzeitig die Employer Brand zu präsentieren. Gerade über Social Media kann zusätzlich oder alternativ zur Stellenanzeige mit Videos gearbeitet werden. Ein Recruiting Video zeigt Ihre Arbeitgebermarke und sorgt durch die visuelle Darstellung gleichzeitig dafür, dass Sie mehr Aufmerksamkeit erhalten.

Social Media hat bereits im Online-Marketing eines gezeigt – ohne Kontrolle funktioniert’s nicht. Auch, wenn dieses Vorgehen im Recruiting auf den ersten Blick unüblich erscheint: Überlegen Sie sich Indikatoren, an denen Sie den Erfolg Ihrer Recruiting-Kampagne festmachen können und überprüfen Sie die Entwicklungen regelmäßig. Das Performance-Recruiting übernimmt einige wichtige Inhalte aus dem Performance-Marketing und sorgt so dafür, dass nicht nur Erfolge, sondern auch Kosten besser geprüft werden können. Machen Sie Erfolge zum Beispiel nicht nur daran fest, wie viele Bewerbungen eingegangen sind, sondern auch daran, wie die Qualität der Bewerbungen ist und wie hoch die schlussendlichen Kosten für die Einstellung ausgefallen sind. So lernen Sie mit der Zeit, welche Kanäle für welche Jobs geeignet sind.

Starten auch Sie mit der Personalsuche über Social Media durch!

Recruiting über Social Media kann auf den ersten Blick überfordernd wirken – es gibt zahlreiche Plattformen, unzählige Möglichkeiten zur aktiven oder passiven Suche und gleichzeitig scheinbar so wenig Möglichkeiten, die Erfolge zu sichern. Sicher – zu Beginn bedeutet die Personalsuche über Social Media erst einmal Arbeit. Schließlich müssen Sie herausfinden, welche Kanäle für Ihr Unternehmen funktionieren und sich mit Themen wie Zielgruppenanalysen und Performance befassen. Dennoch lohnt sich der Aufwand in vielen Fällen. Sie rücken so in die aktive Rolle und warten nicht nur darauf, dass sich gute Bewerber von allein bei Ihnen melden. Nehmen Sie durch sozialen Netzwerke Ihren Recruitingerfolg selbst in die Hand!

 

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Bei einer kostenfreien Erstberatung geben wir Ihnen gerne eine realistische Einschätzung für Ihre Stellenanzeige. Sie können sich über besten Service freuen, damit Sie Ihren Wunschkandidaten finden.

Ich freue mich auf unser Kennenlernen!

Ihr Ralph Adrian
Experte für Online-Stellenanzeigen bei Personalturm

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Ralph Adrian – Experte für Online-Stellenanzeigen bei Personalturm