Warum an Mobile Recruiting kein Weg vorbei führt

Warum an Mobile Recruiting kein Weg vorbei führt

Schon seit Jahren wird unser Leben immer mobiler und vor allem digitaler. 9 von 10 Menschen sind laut Statista mittlerweile online. Außerdem schauen wir laut einer repräsentativen Umfrage von Deloitte im Schnitt etwa 30-mal pro Tag auf unser Smartphone – Menschen zwischen 18 und 24 sogar noch deutlich häufiger. Aber auch unabhängig von Statistiken haben viele das Gefühl, dass die Menschen immer öfter vor ihren Handys hängen – ob zum Shoppen, für Social Media oder auch für die Jobsuche. Besonders die Digital Natives setzen ihr Smartphone in allen Lebenslagen ein. Arbeitgeber müssen sich entsprechend an die jungen Generationen anpassen, um weiterhin erfolgreich Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Welche Gründe es für den Einsatz von Mobile Recruiting gibt und wie auch Sie ein erfolgreiches Konzept umsetzen können, erfahren Sie hier. 

Inhaltsverzeichnis

6 Gründe für den Einsatz von Mobile Recruiting

Mobile Recruiting beschreibt die Personalbeschaffung über das Smartphone. Da immer mehr Menschen sich über das Smartphone einen neuen Job suchen, müssen Unternehmen sich dem anpassen, besonders, wenn sie junge Talente für sich gewinnen möchten. Es gibt gleich mehrere Gründe, die für mobiles Recruiting sprechen.

Smartphones sind die Zukunft

Seit Jahren wird unser Smartphone immer mehr zum täglichen Begleiter für alle Lebenslagen. Shoppen über das Smartphone, die Kommunikation mit Freunden, aber auch das Banking oder einige Versicherungsangelegenheiten werden heute ganz selbstverständlich mobil erledigt. Sogar einige Behörden bieten mittlerweile digitale und zum Teil mobile Services an. Dass viele Menschen dementsprechend auch ihre Jobsuche mobil gestalten, ist naheliegend. Sind alle Inhalte verfügbar und alle Prozesse problemlos mobil durchlaufbar, ist der Unterschied zu einer Bewerbung über den Laptop ausschließlich im Gerät zu finden.

Googles Mobile First Indexierung

Googles Algorithmus reagiert auf das Nutzerverhalten. Schon lange ist ein klarer Wechsel von der Desktopsuche hin zur mobilen Suche zu erkennen. Diesen Wechsel hat auch Google erkannt und seine Suche auf den Mobile First Index umgestellt. Das bedeutet, dass Websites, die mobiloptimiert sind, besser gerankt werden und Websites, die nicht für mobile Endgeräte optimiert sind, abgestraft werden. Seit März 2021 gibt es sogar die Umstellung auf Mobile Only – Websites, die es nur in einer Desktopvariante gibt, werden überhaupt nicht mehr erfasst. Eine mobile Website muss also ohnehin her – warum also nicht auch das Recruiting mobiloptimieren?

Besserer Zugang zu Kandidaten

Wer auf mobiles Recruiting setzt, kann Kandidaten über viele Kanäle erreichen. Werbeanzeigen über die sozialen Medien sind eine optimale Möglichkeit, potenzielle Bewerber in ihrem Alltag zu erreichen. Auch wenn sie gerade nicht aktiv auf der Suche nach einem neuen Job sind, kann eine ansprechende gestaltete Stellenanzeige für ernsthaftes Interesse sorgen. Durch Mobile Recruiting ist es möglich, in den Alltag potenzieller Bewerber zu gelangen – ein enormer Vorteil für Recruiter. 

Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Konkurrenz

Wer vom Fachkräftemangel und dem damit verbundenen War for Talents betroffen ist, wird schon festgestellt haben, dass es unumgänglich ist, sich von der Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt abzuheben. In vielen Branchen finden sich Bewerber mittlerweile in der komfortablen Position wieder, sich aussuchen zu können, für welchen Arbeitgeber sie arbeiten möchten. Arbeitgeber, die unkomplizierte und schnelle Prozesse im Recruiting bieten, punkten meistens gegenüber anderen Unternehmen. Mobile Recruiting kann also auch zu einem Wettbewerbsvorteil führen.

Employer Branding

Nicht nur, um sich gegenüber der Konkurrenz abzuheben, sondern auch zur Stärkung der eigenen Arbeitgebermarke kann Mobile Recruiting hilfreich sein. Gerade bei jungen Bewerbern punkten Arbeitgeber, die mobile Bewerbungsprozesse anbieten. Gleichzeitig sind diese Bewerber auch oft diejenigen, die über Bewertungsplattformen wie kununu oder Glassdoor Informationen zum Arbeitgeber einholen oder selbst Bewertungen verfassen.

Steigerung der Bewerbungen

Mobile Recruiting sorgt für eine höhere Reichweite, aber häufig auch für mehr Bewerbungen. Das liegt daran, dass mobile Recruitingprozesse simpel und zeitsparend gestaltet werden. Die Hemmschwelle für eine Bewerbung liegt so deutlich niedriger als bei einer klassischen Bewerbung. Häufig werden bei mobilen Bewerbungen auch zeitsparende Optionen wie One Click Bewerbungen eingesetzt, bei denen meist nur wenige Angaben gemacht werden müssen. So wird die Hemmschwelle noch einmal deutlich gesenkt.

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Wie sehen Kandidaten die mobilen Bewerbungsverfahren?

Das mobile Recruiting wird noch nicht als selbstverständlich von der Kandidatenseite angenommen. Grundsätzlich ist bei vielen Bewerbern auch noch Skepsis gegenüber dem Thema Datenschutz und -sicherheit vorhanden. Laut einer von Monster beauftragten Studie zum Thema Mobile Recruiting sind Unternehmen dem Thema aktuell aufgeschlossener als die Bewerber, knapp 85 Prozent der Unternehmen sehen mobile Recruiting als wichtig an. Dennoch gewinnen mobile Bewerbungsverfahren auch bei Kandidaten an Ansehen. Mittlerweile nutzen fast 3 von 4 Bewerbern Apps zur Stellensuche, etwa zwei Drittel informieren sich so über potenzielle Arbeitgeber. Etwa ein Viertel der Kandidaten bewirbt sich bereits regelmäßig über das Smartphone.

So können Sie Mobile Recruiting umsetzen

Wenn Sie mobiles Recruiting einsetzen möchten, müssen Sie natürlich nicht direkt Ihr gesamtes Recruiting mobil durchführen. Es gibt zahlreiche Punkte, die Sie für die Smartphonenutzung optimieren können, ohne komplett auf andere Bewerbungsformen zu verzichten. Mobile Recruiting eignet sich zunächst auch optimal als Ergänzung zum regulären Recruiting. So können sich Bewerber und Recruiter daran gewöhnen und selbst entscheiden, welchen Weg sie gehen möchten.

Usability

Die Usability, also die Nutzerfreundlichkeit, ist einer der wichtigsten Punkte im Mobile Recruiting. Der erste Schritt zu erfolgreichem mobilem Recruiting ist in jedem Fall eine mobiloptimierte Karriereseite. Alle Informationen, die Sie Desktopnutzern geben, sollten auch für mobile Nutzer problemlos zur Verfügung stehen. Gleichzeitig ist auch eine mobile Präsenz in den sozialen Medien durchaus sinnvoll. Ob es sich dabei um Karrierenetzwerke wie Xing oder LinkedIn handelt oder um die klassischen Social Media Portale wie Facebook oder Instagram – digitale Präsenz ist bereits ein Teil des Mobile Recruitings.

Prozessgestaltung

Im mobile Recruiting geht es vor allem auch um die Einfachheit von Prozessen. Wer sich am Smartphone spontan eine Stellenanzeige anschaut, hat in der Regel seine Bewerbungsunterlagen nicht direkt parat. Ein Anschreiben wird wohl kaum jemand auf die Schnelle erstellen, nachdem er eine Anzeige bei Instagram gesehen hat. An dieser Stelle kommen Optionen wie One Click Bewerbungen oder Chatbots ins Spiel. So können die nötigsten Informationen und Daten abgefragt werden, ohne den Interessenten durch einen komplexen Bewerbungsprozess zu führen, den er mit hoher Wahrscheinlichkeit abbricht, weil der Zeitaufwand zu hoch ist. Oft kann es auch schon hilfreich sein, einfach die Mailadresse des Interessenten abzufragen und im Anschluss eine Mail mit den benötigten Informationen und zur Anforderung benötigter Unterlagen zu senden. So kann der Interessent sich in Ruhe um das Thema kümmern, wenn er ernstes Interesse am Job hat.

Reaktionszeit

Wer mobil nach einem neuen Job sucht oder durch eine Werbeanzeige auf einen interessanten Job aufmerksam geworden ist, entscheidet sich in der Regel spontan zu einer Bewerbung. Das Interesse am Job kann allerdings genauso schnell wieder verfliegen, wenn ein Arbeitgeber erst sehr spät auf die eingegangene Bewerbung reagiert. Geschwindigkeit ist ein wichtiger Faktor im Recruiting geworden. Deshalb sollten Arbeitgeber sich damit auseinandersetzen, zumindest Teile ihres Recruitings zu automatisieren.
Dabei geht es nicht darum, die finale Personalauswahl von künstlicher Intelligenz durchführen zu lassen, sondern lediglich darum, automatisierte Mails an Interessenten zu versenden – zum Beispiel eine Eingangsbestätigung nach erfolgter Bewerbung. Auch an dieser Stelle kann ein Chatbot behilflich sein, der den Bewerber durch den ersten Prozess führt und ihm im Anschluss direkt bestätigt, dass seine Bewerbung eingegangen ist. Grundsätzlich sollte sich allerdings zeitnah ein Recruiter auf die Bewerbung zurückmelden – viele Bewerber erwarten ein erstes Feedback bereits nach einigen Tagen oder zumindest wenigen Wochen.

Mobile Recruiting Apps

Für alles gibt es heute Apps – jeder Onlineshop hat eine eigene App, viele Stellenbörsen und auch viele Unternehmen. Natürlich können Sie eine eigene App nur für das Recruiting entwickeln lassen – in der Regel lohnt sich das allerdings nur für große Konzerne, die regelmäßig viele Stellen besetzen. Dennoch gibt es einige Apps, die sich für das mobile Recruiting für jedes Unternehmen eignen. Zum einen verfügen die großen Stellenbörsen über eigene Apps. Hier können Unternehmen Profile anlegen, sich den Bewerbern vorstellen und natürlich auch ihre Stellenanzeigen schalten. Eine Präsenz in diesen Apps kann Ihrem Recruiting einen Boost geben.

Zusätzlich gibt es mittlerweile Apps, die sich auf das mobile Recruiting spezialisiert haben. Über die App truffls können Bewerber zum Beispiel wie bei der Datingapp Tinder nach Jobs suchen. Unternehmen können hier ein Profil anlegen und ihre offenen Stellen veröffentlichen. Bewerber können dann bei Interesse zur entsprechenden Seite swipen, daraufhin bekommen Unternehmen die Möglichkeit, sich das Profil des Bewerbers anzusehen und zu entscheiden, ob er zum Job passt. Sind beide Seiten interessiert, entsteht ein Match und eine Kontaktaufnahme für ein Vorstellungsgespräch wird möglich. Besonders für Bewerber gestaltet sich durch solche Apps die Jobsuche flexibler und schneller.

Fazit: Mobile Recruiting wird zum festen Bestandteil der Personalsuche

Mittlerweile ist das Thema Mobile Recruiting in vielen Unternehmen angekommen. Nicht nur unser Alltag, sondern auch die Jobsuche digitalisiert sich immer mehr. Da besonders junge Bewerber als Digital Natives flexible und mobile Optionen zur Bewerbung voraussetzen, passen Arbeitgeber sich nach und nach an. Wer seine Prozesse aktuell mobiloptimiert, kann oft noch von einem Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern profitieren. Nicht zuletzt bringt das mobile Recruiting ohnehin viele Vorteile mit sich – wie etwa eine höhere Anzahl an Bewerbungen oder die Verbesserung der Employer Brand. Und spätestens seit Googles Mobile Only Ansatz wird klar: Smartphones sind die Zukunft. Daran müssen sich nicht nur Handel und Dienstleister anpassen, sondern auch das Recruiting.

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