Stellenbeschreibung Muster zum Kopieren, Pflichtinhalte und der Aufbau, der im Alltag trägt
Sie kopieren das vollständige Muster und passen es in 7 Schritten an Ihre Stelle an.
- Muster im Volltext
- 12 Inhalte
- Lang- und Kurzfassung
- 7 Schritte
Stellenbeschreibung Muster zum Kopieren
Eine Stellenbeschreibung ist ein internes Dokument, das Ziel, Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortung, Einordnung und Anforderungen einer Stelle festhält, unabhängig von der Person. Darunter: Muster mit zwölf Inhalten und Kurzfassung.
Platzhalter in [eckigen Klammern], Formulierungsvorschlag ohne Gewähr.
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Muster einer Stellenbeschreibung: Sachbearbeitung Einkauf (Langfassung)
Langfassung für Stellen mit Budget, Schnittstellen oder Bewertung
1. Stellenbezeichnung und Stellen-ID: Sachbearbeitung Einkauf · Stellen-ID [Stellen-ID] · Kostenstelle [Kostenstelle] · Stellenumfang [Vollzeit/Teilzeit] · gültig ab [Datum]
2. Organisatorische Einordnung: Abteilung Einkauf, Standort [Standort]. Disziplinarisch und fachlich unterstellt: Leitung Einkauf. Unterstellte Mitarbeitende: [keine]. Teil von: [Team].
3. Ziel der Stelle: Die Stelle beschafft Produktionsmaterial termingerecht und zu wirtschaftlichen Konditionen, damit die Fertigung ohne Materialengpass arbeiten kann. Sie verantwortet den operativen Beschaffungsprozess von der Bedarfsmeldung bis zur Rechnungsfreigabe.
4. Hauptaufgaben mit Zeitanteilen:
| Hauptaufgabe | Zeitanteil |
|---|---|
| Angebote einholen, vergleichen und Konditionen bis [Betrag] EUR verhandeln | [x] % |
| Bestellungen auslösen, Liefertermine überwachen, Rückstände klären | [x] % |
| Lieferanten bewerten und Bewertungsgespräche vorbereiten | [x] % |
| Reklamationen und Gutschriften mit Qualitätssicherung und Buchhaltung abwickeln | [x] % |
| Artikel-, Preis- und Konditionsstammdaten im ERP pflegen | [x] % |
| Summe | 100 % |
5. Weitere Aufgaben: Mitwirkung an der Inventur, Begleitung von Lieferantenaudits, Vertretung des Einkaufs in Projektrunden der Produktion [sowie vergleichbare Tätigkeiten im Verantwortungsbereich Einkauf].
6. Befugnisse und Entscheidungsspielraum: Bestellfreigabe bis [Betrag] EUR je Vorgang; darüber entscheidet die Leitung Einkauf. Freigabe von Gutschriften bis [Betrag] EUR. Auswahl aus dem freigegebenen Lieferantenstamm; neue Lieferanten nur gemeinsam mit der Leitung Einkauf. Schreibrechte im ERP-Modul Einkauf. Pflichten: Angebotsvergleiche ab [Betrag] EUR dokumentieren, interne Beschaffungsrichtlinie einhalten.
7. Verantwortung und Kennzahlen: Liefertermintreue, Reklamationsquote und Preisentwicklung im zugeordneten Materialbereich. Bericht an die Leitung Einkauf alle [Turnus].
8. Zusammenarbeit und Schnittstellen: Intern Produktion (Bedarfe, Termine), Qualitätssicherung (Reklamationen), Buchhaltung (Rechnungsprüfung), Lager (Wareneingang). Extern Lieferanten, Speditionen, [weitere].
9. Vertretung: Wird vertreten durch [Stelle]; vertritt [Stelle]. Die Vertretung umfasst Bestellfreigaben bis [Betrag] EUR, nicht die Aufnahme neuer Lieferanten.
10. Anforderungsprofil (Kurzprofil): Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder vergleichbare Qualifikation. Erfahrung im operativen Einkauf, insbesondere [Angebotsvergleich, Bestellabwicklung im ERP]. Erfahrung im Verhandeln von Konditionen mit Lieferanten. Sichere Kenntnisse in [ERP-System]. [Sprache, Niveau] für [Zweck]. Das ausführliche Anforderungsprofil steht in einem eigenen Dokument.
11. Arbeitsbedingungen: [Wochenstunden] Wochenstunden, [Arbeitszeitmodell], mobiles Arbeiten [Regelung], Reiseanteil [x] % für Lieferantenbesuche.
12. Gültigkeit, Überprüfung und Unterschriften: Gültig ab [Datum]. Überprüfung alle [Turnus] und bei Änderung des Aufgabenzuschnitts, durch Führungskraft und Personalabteilung gemeinsam. Die Unterschrift bestätigt [die Kenntnisnahme]. Unterschriften: Stelleninhaber/-in, Führungskraft, Personalabteilung, jeweils mit Datum.
Kurzfassung: Stellenbeschreibung Vorlage für kleine Betriebe (Beispiel Personalsachbearbeitung)
Kurzfassung für kleine Betriebe und überschaubare Stellen
Stelle: Personalsachbearbeitung, Abteilung Personal, Standort [Standort], Stellen-ID [Stellen-ID]
Einordnung: berichtet an [Leitung Personal]; Vertretung durch [Stelle]
Ziel: Die Stelle hält die Personalverwaltung vollständig und termingerecht, damit Beschäftigte und Führungskräfte verlässliche Auskünfte und Unterlagen erhalten.
Hauptaufgaben: Personalakten führen ([x] %), Entgeltabrechnung vorbereiten ([x] %), Ein- und Austritte administrieren ([x] %), Zeugnisse und Bescheinigungen erstellen ([x] %), Auskünfte an Beschäftigte geben ([x] %)
Befugnisse: Bescheinigungen unterzeichnen [Umfang]; Schreibrechte im [HR-System]; Änderungen an Entgeltdaten nach Freigabe durch [Stelle]
Anforderungen: kaufmännische Ausbildung oder vergleichbare Qualifikation, Kenntnisse in [Abrechnungs- oder HR-System], Erfahrung in [Personalverwaltung, Entgeltabrechnung]
Rahmen: [Wochenstunden] Wochenstunden, [Arbeitszeitmodell]
Gültigkeit: ab [Datum], Überprüfung alle [Turnus] und bei Änderung des Aufgabenzuschnitts; die Unterschrift bestätigt [die Kenntnisnahme]
Das Muster funktioniert auch als Funktions-, Tätigkeits- oder Arbeitsplatzbeschreibung.
Weitere Berufe: Stellenbeschreibung Bürokraft Muster · Stellenbeschreibung Buchhalter Muster · Stellenbeschreibung Reinigungskraft · Stellenbeschreibung Hausmeister · Stellenbeschreibung MFA
Ähnlich gliedern Kammervorlagen wie die Vorlage der Handwerkskammer Leipzig und der Leitfaden der IHK Niederbayern.
Was ist eine Stellenbeschreibung?
Kurz gesagt: Die Stellenbeschreibung beschreibt die Stelle, nicht die Person, und bleibt intern.
Stellenbeschreibung
Internes, personenunabhängiges Dokument über Ziel, Aufgaben und Befugnisse einer Stelle.
| Begriff | beschreibt | Unterschied zur Stellenbeschreibung |
|---|---|---|
| Funktionsbeschreibung | eine Funktion, die mehrere Stellen ausfüllen können | stellenübergreifend |
| Arbeitsplatzbeschreibung | Ort, Arbeitsmittel, Bedingungen | Umgebung statt Ziel |
| Tätigkeitsbeschreibung, Tätigkeitsprofil | Tätigkeiten mit Inhalt und Umfang | ohne Einordnung |
| Stellenprofil | Kurzbild der Stelle | gleichbedeutend oder Kurzfassung |
| Jobbeschreibung, Aufgabenbeschreibung | Aufgaben einer Stelle | meist gleichbedeutend |
| Anforderungsprofil | Voraussetzungen der Person | Teil der Stellenbeschreibung oder eigenes Dokument |
| Rollenbeschreibung | Rolle im Team oder Projekt | kann neben der Stelle wechseln |
Die Begriffe sind nicht einheitlich abgegrenzt; die Tabelle zeigt eine mögliche Abgrenzung.
Wofür Unternehmen die Stellenbeschreibung nutzen
- Organisation: Zuständigkeiten im Organigramm
- Einarbeitung: Ziel, Aufgaben, Ansprechpartner
- Personalauswahl: Anforderungsprofil
- Mitarbeitergespräch: Ziele und Weiterbildung
- Eingruppierung: Bewertung der Stelle
- Ausschreibung: Vorlage für die Anzeige
Stellenbeschreibung vs. Stellenanzeige
| Merkmal | Stellenbeschreibung | Stellenanzeige |
|---|---|---|
| Adressat | Führungskraft, Personalabteilung, Stelleninhaber | Bewerbende |
| Zweck | organisieren und bewerten | besetzen |
| Ton | sachlich, vollständig | werbend, knapp |
| Inhalt | Ziel, Aufgaben, Zeitanteile, Befugnisse | Aufgaben, Anforderungen, Angebot |
| Lebensdauer | solange die Stelle besteht | bis zur Besetzung |
Zur Anzeige selbst: Stellenanzeige schreiben. Stellenausschreibung heißt der Vorgang, die Stelle bekannt zu machen.
Welche Inhalte gehören in eine Stellenbeschreibung?
Kurz gesagt: Die zwölf Inhalte sind eine Gliederungsempfehlung; was gesetzlich verlangt ist, steht im Abschnitt Pflicht.
| Nr. | Inhalt | was hineingehört |
|---|---|---|
| 1 | Stellenbezeichnung und Stellen-ID | Funktionsbezeichnung, Kostenstelle, Umfang |
| 2 | Organisatorische Einordnung | Abteilung, Vorgesetzte, Unterstellte |
| 3 | Ziel der Stelle | wozu es die Stelle gibt |
| 4 | Hauptaufgaben mit Zeitanteilen | fünf bis acht Hauptaufgaben, zusammen 100 % |
| 5 | Weitere Aufgaben | unregelmäßige Aufgaben, Öffnungsformel |
| 6 | Befugnisse und Entscheidungsspielraum | Freigabegrenzen, Systemrechte, Pflichten |
| 7 | Verantwortung und Kennzahlen | woran das Ergebnis gemessen wird |
| 8 | Zusammenarbeit und Schnittstellen | Ansprechpartner mit Anlass |
| 9 | Vertretung | wer, in welchem Umfang |
| 10 | Anforderungsprofil | Ausbildung, Kenntnisse, Erfahrung |
| 11 | Arbeitsbedingungen | Arbeitszeit, Arbeitszeitmodell, Reiseanteil |
| 12 | Gültigkeit, Überprüfung und Unterschriften | Datum, Prüftermin, Unterschriften |
Aufgaben und Zeitanteile
Empfehlung dieser Seite: fünf bis acht Hauptaufgaben mit Tätigkeitsverb und Zeitanteil.
Kompetenzen, Befugnisse und Verantwortung
Grenzen machen Befugnisse konkret.
Beispiel: „Bestellfreigabe bis [Betrag] EUR je Vorgang; darüber entscheidet die Leitung Einkauf.“
Ziel der Stelle
Ein Satz sagt, wozu es die Stelle gibt. Jede Hauptaufgabe sollte dazu passen.
Einordnung: Vorgesetzte, Vertretung, Schnittstellen
Nennen Sie Schnittstellen mit Anlass.
Beispiel: „Qualitätssicherung (Reklamationen), Buchhaltung (Rechnungsprüfung)“.
Anforderungsprofil und übrige Inhalte
Erfahrung zählt nach Inhalt, nicht nach Jahren. Die IHK Niederbayern empfiehlt eine Gewichtung: „Nicht jede Kompetenz ist gleich wichtig. Deshalb ist es sinnvoll, eine Unterscheidung zwischen ‚Muss‘- und ‚Soll‘-Anforderungen festzulegen.“
Weiterlesen: Stellentitel finden, Auswahlkriterien gewichten.
Aufbau: Stellenbeschreibung in 7 Schritten erstellen
Kurz gesagt: Erst Aufgaben, dann Ziel, zuletzt Befugnisse, Gegenlesen und Prüftermin.
- Aufgaben sammeln: Führungskraft und Stelleninhaber notieren alle, auch unregelmäßige.
- Aufgaben bündeln: zu fünf bis acht Hauptaufgaben mit Tätigkeitsverb.
- Zeitanteile schätzen: im Jahresdurchschnitt, zusammen 100 %.
- Ziel formulieren: ein Satz, wozu es die Stelle gibt.
- Kompetenzen und Grenzen festlegen: Freigaben, Beträge, Systemrechte.
- Gegenlesen lassen: Führungskraft, Stelleninhaber, Personalabteilung.
- Gültigkeit und Prüftermin eintragen: Gültig ab [Datum], Überprüfung alle [Turnus].
Aufgaben präzise formulieren und was nicht hineingehört
Kurz gesagt: Ein Aufgabensatz beginnt mit einem Verb, nennt Ergebnis und Zeitanteil.
Fünf Regeln für Aufgabensätze
- Tätigkeitsverb zuerst: „verhandeln“, „prüfen“ statt „zuständig für“.
- Eine Aufgabe je Zeile: dann passt der Zeitanteil.
- Zeitanteil nennen: je Hauptaufgabe.
- Ergebnis statt Tätigkeitswolke: was am Ende vorliegt.
- Öffnungsformel setzen: „[sowie vergleichbare Tätigkeiten im Verantwortungsbereich Einkauf]“.
Sechs Aufgabensätze: vorher und nachher
| vorher | nachher |
|---|---|
| unterstützt bei diversen Aufgaben im Einkauf | Bestellungen auslösen, Liefertermine überwachen, Rückstände klären |
| zuständig für Angebote | Angebote einholen, vergleichen und Konditionen bis [Betrag] EUR verhandeln |
| kümmert sich um Lieferanten | Lieferanten bewerten und Bewertungsgespräche vorbereiten |
| Reklamationsbearbeitung | Reklamationen und Gutschriften mit Qualitätssicherung und Buchhaltung abwickeln |
| ERP-Pflege nach Bedarf | Artikel-, Preis- und Konditionsstammdaten im ERP pflegen |
| arbeitet eng mit der Produktion zusammen | Vertretung des Einkaufs in Projektrunden der Produktion |
Was nicht in die Stellenbeschreibung gehört
- Name und persönliche Daten
- Leistungsbewertungen
- Werbesprache und Benefits
- Eigenschaftswolken wie „belastbar“
- Anforderungen, die an Merkmale aus § 1 AGG anknüpfen
Laut § 1 AGG ist Ziel des Gesetzes, „Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen“.
Für die Anzeige helfen geschlechtsneutrale Formulierungen.
Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung und erfolgt ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität; was in Ihrem Einzelfall gilt, klärt ein Fachanwalt für Arbeitsrecht.
Pflicht, Unterschrift, Direktionsrecht
Kurz gesagt: Das Wort „Stellenbeschreibung“ fehlt in den allgemeinen Arbeitsgesetzen, die Tätigkeit gehört aber in den Nachweis.
Ist eine Stellenbeschreibung Pflicht?
In den Gesetzen, die das Arbeitsverhältnis allgemein regeln (u. a. NachwG, GewO, BGB, BetrVG), kommt das Wort „Stellenbeschreibung“ nicht vor. Das Nachweisgesetz verlangt in der Niederschrift „eine kurze Charakterisierung oder Beschreibung der vom Arbeitnehmer zu leistenden Tätigkeit“ (§ 2 Abs. 1 S. 7 Nr. 5 NachwG).
Ein schriftlicher Arbeitsvertrag kann diesen Nachweis ersetzen: Laut § 2 Abs. 5 S. 1 NachwG entfällt die Verpflichtung, „soweit der Vertrag die in den Absätzen 1 bis 4 geforderten Angaben enthält“.
Ausnahme: Für die Besetzung der Geschäftsleitung nennt § 25d Abs. 11 S. 1 Nr. 1 KWG „eine Stellenbeschreibung mit Bewerberprofil“, § 4b BörsG Ähnliches.
Muss eine Stellenbeschreibung unterschrieben werden?
Keine der hier geprüften Normen schreibt dafür Form oder Unterschrift vor. Ob die Stellenbeschreibung Vertragsinhalt ist, hängt vom Arbeitsvertrag ab.
Muster: „Die Unterschrift bestätigt [die Kenntnisnahme].“
Stellenbeschreibung und Direktionsrecht
§ 106 S. 1 GewO: „Der Arbeitgeber kann Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen näher bestimmen, soweit diese Arbeitsbedingungen nicht durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrages oder gesetzliche Vorschriften festgelegt sind.“
Welche Rolle die Stellenbeschreibung spielt, hängt vom Einzelfall ab.
Wo der Betriebsrat mitredet
In §§ 92, 95, 99 BetrVG kommt das Wort Stellenbeschreibung nicht vor; geregelt sind Personalplanung, Auswahlrichtlinien, personelle Einzelmaßnahmen. Wortlaut: § 92 BetrVG, § 93 BetrVG, § 95 BetrVG, § 99 BetrVG.
| Norm | was dort steht |
|---|---|
| § 92 Abs. 1 BetrVG | Über die Personalplanung ist der Betriebsrat „anhand von Unterlagen rechtzeitig und umfassend zu unterrichten“. Der Arbeitgeber berät mit ihm über die Maßnahmen. |
| § 93 BetrVG | Der Betriebsrat „kann verlangen“, dass Arbeitsplätze „vor ihrer Besetzung innerhalb des Betriebs ausgeschrieben werden“. |
| § 95 BetrVG | Auswahlrichtlinien „bedürfen der Zustimmung des Betriebsrats“; in Betrieben „mit mehr als 500 Arbeitnehmern“ kann er sie verlangen. |
| § 99 BetrVG | Unternehmen „mit in der Regel mehr als zwanzig wahlberechtigten Arbeitnehmern“ unterrichten den Betriebsrat vor jeder Einstellung, Eingruppierung, Umgruppierung und Versetzung. Eine Verweigerung der Zustimmung teilt er „unter Angabe von Gründen innerhalb einer Woche“ schriftlich mit. |
Was tun, wenn neue Aufgaben dazukommen?
Ob das per Weisung geht, richtet sich nach § 106 GewO und dem Einzelfall. Im Dokument: Aufgabe und Zeitanteil ergänzen, Datum ändern, gegenlesen lassen.
Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung und erfolgt ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität; was in Ihrem Einzelfall gilt, klärt ein Fachanwalt für Arbeitsrecht.
Vorteile, Nachteile und die moderne Stellenbeschreibung
Kurz gesagt: Gepflegt schafft die Stellenbeschreibung Klarheit; veraltet kann sie Streit auslösen.
Vorteile
- klare Zuständigkeiten
- schnellere Einarbeitung
- Basis für Mitarbeitergespräche und Entwicklung
- nachvollziehbare Stellenbewertung
Nachteile
- Pflegeaufwand
- veraltet ohne Prüfung
- starre Listen bremsen Veränderungen
- zu viel Detail lädt zu Zuständigkeitsstreit ein
Die moderne Stellenbeschreibung: eine Rolle, keine Aufgabenliste
- Ziel statt Liste: Zielsatz vor den Aufgaben.
- Zeitanteile: zeigen den Schwerpunkt der Stelle.
- Öffnungsformel: lässt Raum für neue Aufgaben.
- Prüftermin: hält das Dokument aktuell.

Stellenbeschreibung im öffentlichen Dienst und TVöD
Kurz gesagt: Im TV-L hängt die Entgeltgruppe an Tätigkeit und Zeitanteilen.
Nach § 12 Abs. 1 S. 3 TV-L ist die oder der Beschäftigte in der Entgeltgruppe eingruppiert, „deren Tätigkeitsmerkmalen die gesamte von ihr/ihm nicht nur vorübergehend auszuübende Tätigkeit entspricht“. Das ist der Fall, „wenn zeitlich mindestens zur Hälfte Arbeitsvorgänge anfallen, die für sich genommen die Anforderungen eines Tätigkeitsmerkmals oder mehrerer Tätigkeitsmerkmale dieser Entgeltgruppe erfüllen“ (§ 12 Abs. 1 S. 4 TV-L).
- Arbeitsvorgang
- Zeitanteil
- Entgeltgruppe
Arbeitsvorgänge sind laut Protokollerklärung Nr. 1 zu § 12 Abs. 1 TV-L „Arbeitsleistungen (einschließlich Zusammenhangsarbeiten), die, bezogen auf den Aufgabenkreis der/des Beschäftigten, zu einem bei natürlicher Betrachtung abgrenzbaren Arbeitsergebnis führen“.
Für Bund und Kommunen gilt der TVöD mit eigenen Eingruppierungsregeln; zitiert ist hier der TV-L der Länder.
Quelle: TV-L (TdL)
In Bundesdienststellen bestimmt der Personalrat laut § 78 Abs. 1 Nr. 4 BPersVG mit bei „Eingruppierung, Höher- oder Rückgruppierung von Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmern“. Zur Ausschreibung: Stellenausschreibung nach TVöD.
Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung und erfolgt ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität; was in Ihrem Einzelfall gilt, klärt ein Fachanwalt für Arbeitsrecht.
Von der Stellenbeschreibung zur Stellenanzeige
Kurz gesagt: Die Stellenbeschreibung liefert das Material, die Anzeige wählt aus.
- StellenbezeichnungTitel
- Ziel der StelleEinleitung
- HauptaufgabenAufgaben ohne Zeitanteile
- AnforderungsprofilMuss-Anforderungen
- ArbeitsbedingungenArbeitszeit, Arbeitsort
- EinordnungTeam, Ansprechpartner
Erst intern suchen? Siehe interne Stellenausschreibung. Steht die Anzeige: Stellenanzeige auf 400+ Jobbörsen schalten.
Fazit: das Dokument, das im Alltag trägt
Kurz gesagt: Die Stellenbeschreibung ordnet die Stelle, die Anzeige wirbt für sie.
- Kern: ein Zielsatz und fünf bis acht Hauptaufgaben mit Zeitanteilen.
- Gemeinsam abgestimmt, zum festen Termin geprüft.
- Das Dokument bleibt intern.
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Häufige Fragen zur Stellenbeschreibung
Dieser Abschnitt ist keine Rechtsberatung und erfolgt ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität; was in Ihrem Einzelfall gilt, klärt ein Fachanwalt für Arbeitsrecht.
Wie heißt die Stellenbeschreibung auf Englisch?
Auf Englisch heißt die Stellenbeschreibung „job description“. Die Stellenanzeige heißt „job advertisement“ oder „job posting“.
Wie lang sollte eine Stellenbeschreibung sein?
Eine Länge nennt keine der hier geprüften Normen. Für überschaubare Stellen reicht die Kurzfassung mit acht Zeilen; für Stellen mit Budget, Schnittstellen oder Bewertung passt die Langfassung mit zwölf Inhalten.
Gibt es eine Stellenbeschreibung Vorlage von der IHK?
Kammern bieten Vorlagen und Leitfäden an, zum Beispiel die Handwerkskammer Leipzig und die IHK Niederbayern. Eine amtlich verbindliche Gliederung haben wir nicht gefunden. Das Muster auf dieser Seite gliedert ähnlich und lässt sich direkt übernehmen.
Gibt es ein Muster für eine Arbeitsplatzbeschreibung in Word?
Das Muster oben lässt sich in Word übernehmen: markieren, kopieren, einfügen. Für eine Arbeitsplatzbeschreibung ergänzen Sie Ort, Arbeitsmittel und Arbeitsbedingungen und speichern die Datei bei Bedarf als PDF.
Wie oft sollte man eine Stellenbeschreibung aktualisieren?
Einen gesetzlichen Turnus nennen die hier geprüften Normen nicht. Anlässe sind neue Aufgaben, eine Umorganisation oder eine Neubesetzung. Ein fester Prüftermin im Dokument erinnert daran; das Muster sieht dafür „Überprüfung alle [Turnus]“ vor.
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