Mitarbeiter finden im Handwerk: 7 Tipps

Mitarbeiter finden im Handwerk: 7 Tipps

Das Handwerk ist eine der Branchen, die den Fachkräftemangel am stärksten spüren. Hier erleben nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Verbraucher die Folgen. Dass wir inzwischen mehrere Wochen warten müssen, bis ein Handwerker in der Umgebung einen freien Termin hat, ist längst kein Geheimnis mehr. Aber warum finden Handwerksbetriebe keine Mitarbeiter und was können sie tun, um ihre offenen Stellen wieder besetzen zu können? Wir geben einen Überblick und haben 6 Tipps zusammengestellt, die Ihr Recruiting unterstützen.

Inhaltsverzeichnis

Das Handwerk und der Fachkräftemangel

Handwerksbetriebe klagen gleich aus zwei Gründen über zu wenige Fachkräfte, die offene Jobs besetzen können. Zum einen sind viele Arbeitnehmer und Selbstständige im Handwerk kurz vor dem Rentenalter, sodass viele die Unternehmen verlassen oder kleinere Betriebe sogar schließen müssen, weil sie keine Nachfolger finden. Zum anderen können Betriebe nicht genügend Auszubildende finden, die Interesse an einer Karriere im Handwerk haben. Nicht nur viele Stellen für Fachkräfte bleiben unbesetzt, sondern auch viele Ausbildungsstellen. Handwerksbetriebe stehen demnach direkt vor doppelt so vielen Herausforderungen, während die Kundenanfragen eher zu- als abnehmen.

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7 Tipps, mit denen Sie Mitarbeiter im Handwerk finden

Sichtbarkeit

Vielen Handwerksbetrieben fehlt es nicht nur an Bewerbern, sondern auch an Sichtbarkeit. Mögliche Interessenten werden nicht auf sie aufmerksam, weil sie gar nicht wissen, dass das Unternehmen existiert. Besonders kleine Unternehmen haben dieses Problem. Sie sind nur regional bekannt und Aufträge kommen oft über Empfehlungen ehemaliger Kunden. Für erfolgreiches Recruiting führt heute jedoch kaum noch ein Weg am Internet, einer eigenen Website oder einem Social Media Auftritt vorbei. Dabei muss keine umfassende Website mit mehreren Unterseiten entstehen – eine Seite mit den wichtigsten Infos zum Betrieb, zu den offenen Stellen und dem Bewerbungsprozess reicht in der Regel bereits aus. 

Interaktion

Mit potenziellen Bewerbern in Kontakt kommen – das ist eine der wichtigsten Grundlagen für erfolgreiches Recruiting. Wer über ein großes Netzwerk an potenziellen Bewerbern verfügt, hat bessere Chancen, kommende offene Stellen schneller zu besetzen. Eine gute Möglichkeit zur Kontaktaufnahme sind die sozialen Medien. Besonders mit der jungen Generation, die potenziell zu Auszubildenden werden kann, können Sie hier gut in Kontakt kommen. 

Benefits

Was bieten Sie Ihren Mitarbeitern, das Sie von anderen Unternehmen abhebt? Je authentischer und individueller Ihre Mitarbeitervorteile sind, desto eher können Sie Bewerber von sich überzeugen. Dabei müssen Sie nicht versuchen, mit großen Konzernen mitzuhalten – vielmehr geht es darum, auf die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe einzugehen. Konzentrieren Sie sich darauf, wen Sie für Ihre offene Stelle suchen und erstellen Sie die Stellenanzeige mit den Benefits, die zu dieser Zielgruppe passen. Fragen Sie auch die aktuellen Mitarbeiter nach Gründen, aus denen sie gerne zur Arbeit kommen. 

Kontaktpunkte schaffen

Je mehr Kontaktpunkte Sie mit potenziellen Bewerbern haben, desto besser ist das für Ihr Recruiting. Neben Interaktionen über die sozialen Medien eignen sich auch Fach- und Jobmessen, um neue Kontakte zu knüpfen. Sind Sie auf der Suche nach neuen Auszubildenden, können Sie auf passenden Azubimessen Präsenz zeigen – etwa mit einem Stand, einem Vortrag oder einem Workshop. 

Kreative Ansprache der Zielgruppe

Im Handwerk gibt es unter Arbeitgebern viel Konkurrenz. Um Bewerber für sich zu gewinnen, ist Kreativität gefragt. Dabei kann eine unkonventionelle Stellenanzeige bereits den entscheidenden Unterschied machen. Formulieren Sie die Anzeige beispielsweise im Dialekt oder leiten Sie mit einem jobspezifischen Klischee ein. Wer sich von anderen Stellenanzeigen abhebt, hat bessere Chancen auf kreative und motivierte Bewerber. 

Die richtige Plattform

Neben der Ansprache und den Inhalten einer Stellenbeschreibung kommt es auch auf den Ort der Ausschreibung an. Für viele Branchen gibt es inzwischen spezialisierte Jobbörsen, auf denen vor allem die gesuchte Zielgruppe vertreten ist. Diese Jobbörsen sind eine gute Alternative oder Ergänzung zu den klassischen Plattformen – vor allem Multiposting bietet sich hier an. 

Nachwuchskräfte

Statt ausschließlich nach ausgebildeten Fachkräften zu suchen, bietet sich auch ein eigenes Ausbildungsprogramm an. Lassen Sie sich zum Beispiel bei der Handwerkskammer beraten, welche Voraussetzungen für ein solches Programm gelten und sprechen Sie mit Schulen in der Region, ob Sie sich beispielsweise beim Karrieretag als Ausbildungsbetrieb vorstellen können. Gerade im Handwerk bleiben Auszubildende nach ihrer Ausbildung oft im Unternehmen – die Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber ist groß.

Fazit: Im Handwerk ist Kreativität gefragt, um Mitarbeiter zu finden

Das Handwerk benötigt dringend Fachkräfte. Ein wichtiger Ansatz ist deshalb, die Handwerksberufe attraktiv für junge Menschen zu machen – so können wieder neue Auszubildende und damit neue Fachkräfte nachkommen. Sowohl für junge Menschen als auch für ausgebildete Fachkräfte ist jedoch Kreativität gefragt: Trauen Sie sich, kreative Stellenanzeigen zu veröffentlichen und gehen Sie aktiv auf Veranstaltungen auf interessante Menschen zu. Wichtig ist auch: Probieren Sie neue Ansätze aus. Sicherlich wird nicht jede neue Idee funktionieren – sie wird Sie aber näher an die Recruitingstrategie bringen, die für Sie funktioniert und zu Ihrem Unternehmen passt.

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Ihr Ralph Adrian
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